1815

Die Pulvermühle - Rungstockstraße

1815 errichtete JOHANN GOTTLIEB HAUBOLD im hinteren Teil des Rungstocktales eine Pulvermühle. Der Standort war auf Grund der Gefährlichkeit der Produktion gefordert worden. Das nächtste Wohnhaus war weit genug entfernt und auch die Wasserkraft des Rungstockbaches konnte genutzt werden.
1838

Firma A. F. Reichel - Zöblitzer Straße 11

1838 wird die Firma August Friedrich REICHEL als Familienunternehmen gegründet. Es werden Dampf- und Branntweine, sowie Schnaps und Liköre hergestellt. 1945 wird die Firma unter Zollaufsicht der sowjetischen Besatzungsbehörden gestellt. Es wird Bergmannsschnaps (Bergmannsfusel) hergestellt. Außerdem werden Weine aus Ungarn und Bulgarien in Flaschen abgefüllt.
1851

Erzgebirgischer General-Anzeiger - Albertstraße 11

1851 erscheint ein "Wochenblatt für Olbernhau, Sayda und Umgegend". Herausgeber ist GUSTAV BILLIG. Die Druckerei befindet sich im Haus Am Steg 1. Der Buchbinder ANTON BRAUSE übernimmt das Wochenblatt im Jahr 1853 und die Druckerei wird in die Töpfergasse verlegt. 1854 wird die Zeitung von I.G. WEBER herausgegeben und im Haus Grünthaler Straße 1 gedruckt.
1859

Zündwaren-Fabrik Schuster - Rungstockstraße 30

Die Zündwaren-Fabrik ROBERT SCHUSTER Rungstockstraße 30
1879

Möbel-Fabrik Otto Weinhold jr.

1879 gründet OTTO WEINHOLD die Kunstmöbel-Fabrik "Otto Weinhold jr.", um sich vom Handwerksbetrieb seines Vaters Carl Gottlieb Weinhold abzugrenzen. 1883 wurde das Wohnhaus der Familie Weinhold errichtet. Baumeister ist Gustav Neubert. (heute Bahnhofstraße 6) 1884 beginnt die Produktion im neuen Fabrikgebäude mit Dampfmaschine und eigener Stromversorgung (heute Bahnhofstraße 4)
1886

1. Olbernhauer Gaswerk - Thomas-Mann-Straße 6

Am 17.10.1886 wurde die 1. Olbernhauer Gasanstalt in Betrieb genommen. Das Werk wurde im Auftrag von DR. BRUNO WERNER errichtet. Bauherr war Baumeister GUSTAV NEUBERT.  In Olbernhau gab es nun Gasbeleuchtung für Straßen und Wohnungen.  1898 wird das Werk für 130.000 Mark an die "Aktiengesellschaft Gas-, Wasser- und Elektrizitätsanlagen Berlin" verkauft. Ca. 1911 wird das Gebäude von Friedrich Clemens Reißig erworben. Die Holzwaren-Fabrik bestand bis 1997. Heute gehört das Haus zu einem Einkaufsmarkt.
1892

Das 1. Elektrizitätswerk in Sachsen

Am 18. Oktober 1892 eröffnen die Brüder CARL und WILHELM EINHORN ein Elektrizitätswerk an der Blumenauer Straße. Olbernhau besaß die erste Licht- und Kraftanlage für die öffentliche Elektrizitätsversorgung in Sachsen. 1899 geht die Zentrale der Gebrüder EINHORN in den Besitz der "Aktiengesellschaft (AG) für Gas-, Wasser- und Elektrizitäts-Anlagen Berlin" über.
1896

Stadtbrauerei Olbernhau

Am 24. Januar 1896 eröffnet KARL GERLACH seine neue Brauerei an der Blumenauer Straße 25. In vergangenen Zeiten gehörte das Braurecht zu den Privilegien der Rittergutsherrschaft. Das Bier wurde in der Brauerei im Rittergut hergestellt. 1895 war noch der Braumeister Clemens Theodor Köhler tätig. Nach Fertigstellung der modernen Brauerei an der Blumenauer Straße wurden die Anlagen im Rittergut stillgeleg t.
1898

Firma Gebrüder Seifert - Dörfelstraße 14

1898 wurde das neue Fabrikgebäude der Firma Gebrüder Seifert eingeweiht. Zu dieser Zeit waren ca. 200 Arbeiter beschäftigt. Das neue Fabrikgebäude hatte auch einen Gleisanschluss. Die Brüder Carl Hermann und Friedrich Emil SEIFERT hatten bereits 1878 mit der Produktion von Rädern in der alten Dörfelmühle begonnen.  1959 wurde auf dem Gelände der ehemaligen Räderfabrik der "VEB Fahrzeugwerk Olbernhau" gegründet. In dieser Firma wurde der Wohnzelt-Anhänger "Camptourist" hergestellt. Nach 1990 wurde die Produktion eingestellt.
1904

Der Schlachthof - Schlachthofstraße 10

Am 29.Februar 1904 wird nach einer Bauzeit von 15 Monaten der städtische Schlachthof seiner Bestimmung übergeben. Als Direktor wird der Tierarzt OTTO NAUMANN eingesetzt und als Hallenmeister arbeitet KARL MOCKER. Die Kosten für den Neubau des modernen Schlachtbetriebes betrugen 284.760 Mark. Zur Vergrößerung des Bauplatzes für den Schlachthofes wurden am 7. Februar 1902 zusätzlich zwei Grundstücke erworben: von WINDISCH für 3.600 Mark und von HETZEL für 35.000 Mark.
1905

Der Herrenausstatter Paul Scholz

Am 11. März 1905 eröffnete Paul Scholz sein Geschäft für Herren- und Knabenbekleidung in Olbernhau. Generationen in Sachen Mode - die Geschichte und Tradition der Familie Scholz
1905

Zündwaren-Fabrik CARL MEYER - Rungstockstraße 92

Im Rungstocktal gab es neben der Zündwaren-Fabrik von ROBERT SCHUSTER noch einen weiteren Betrieb dieser Branche. Die Zündwaren-Fabrik von CARL MEYER befand sich auf einem Grundstück mit einer sehr interessanten Geschichte. Auf dem heutigen Grundstück der Rungstockstraße 92 entstand schon vor 1600 eine Mühle. In der Chronik wird erwähnt, dass CASPAR MEISCHER 1580 eine Mahlmühle erbaute. Häuser mit einer genauso langen Geschichte sind die „Vordermühle“ (Mühlgäßchen 3) und die Hintermühle (Zöblitzer Straße 3). Ein weiterer wichtiger Betrieb entstand 1700.