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Lageplan der Firma Lange vom 21.04.1928

Vom 17. Oktober bis zum 30.Dezember 2020 ist in der ständigen Ausstellung im Kupferwarenlager (In der Hütte 10) die kleine Sonderausstellung „Historischer Lageplan der Sächsischen Kupfer- und Messingwerke F.A. Lange vom 21.04.1928" zu sehen. Die Schenkung von Herrn Thomas Preißler wurde vom Fotoatelier Schmidt abfotografiert, leicht retuschiert und auf eine Kunststoffplatte in Originalgröße 84 x 56 cm aufgebracht.

Dieser historische Lageplan ist eine hervorragende Ergänzung zu den bereits vorhandenen Exponaten der Firma F.A. Lange, welche bei einem Rundgang durch die ständige Ausstellung besichtigt werden können.

 

Aus der Geschichte der Saigerhütte Grünthal: Verkauf des Werkes an F. A. Lange 1873

Am 5. März 1870 beschloss der Sächsische Landtag den Verkauf der Hüttenanlage. Auf die Ausschreibung des Finanzministeriums meldeten sich drei Interessenten. Der Besitzer der „Argentanfabrik E. A. Geitner“ in Auerhammer, Franz Adolph Lange, erhielt in einer Versteigerung am 14. Januar 1873 den Zuschlag. Er verpflichtete sich, die bestehenden Traditionen des Werkes zu wahren und zu pflegen.

Mit Wirkung vom 1. April 1873 ging das Werk an Lange über. Es trug nun die Bezeichnung „Sächsische Kupfer- und Messingwerke F. A. Lange im Kupferhammer Grünthal“. Lange behielt das kursächsische Wappen als Fabrikmarke und die alte hüttenmännische Tracht für die Belegschaft bei. Auch die Hüttenfahne von 1827 – mit den kurfürstlichen Farben gelb – schwarz wurde mit dem Recht der Weiterbenutzung übergeben.

Das Werk Grünthal stellte unter anderem Kupfer, Messing, Tombak und Bronzen in Blechen und Drähten her.

1880 kaufte Lange die benachbarte Schweinitzmühle in Böhmen und eröffnete dort eine Zweigniederlassung.

Zur Festigung der Beziehungen zum sächsischen Herrscherhaus  erfolgte 1890 die Einladung von König Albert zum Besuch des Betriebes Grünthal. Bei festlicher Illumination des Geländes an der Saigerhütte wurde erstmals eine Hüttenparade durchgeführt.

Auch in gemeinwirtschaftlicher Hinsicht engagierte sich das Haus Lange. So  errichtete man für Kupferhammer Grünthal eine Hochdruckwasserleitung. Das Wasser wurde unentgeltlich an Werksangehörige abgegeben.

1910 erfolgte die Gründung einer freiwilligen Werksfeuerwehr. In den ersten 25 Jahren ihres Bestehens war die Wehr an der Bekämpfung von 78 Bränden auswärts und 27 Bränden innerhalb des Werkes beteiligt.

Während der Wirtschaftskrise 1931wurde das als Offene Handelsgesellschaft geführte Unternehmen unter Beihilfe des sächsischen Staates in die „F. A. Lange Metallwerke AG“ umgewandelt.

1947 gründete man mit den vorhandenen Werksanlagen die „Sächsischen Blechwalzwerke Olbernhau“, den späteren VEB Blechwalzwerk Olbernhau.

Quellen:

  • Kasper, Band 2
  • Bokemeyer
  • Wikipedia

 

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Museum Saigerhütte Olbernhau