Vom oberen Tor führt die Straße weiter zum Grenzübergang. Dieser existiert erst seit der Gründung der Saigerhütte. Er war nötig für Kupfer- und vor allem Getreidetransporte aus Böhmen.

1553 erfolgte der Bau einer steinernen Brücke über die Natzschung, die seit 1459 als Grenze zwischen Sachsen und Böhmen festgelegt worden war (Eger Vertrag).

1612 errichtete man auf sächsischer Seite ein Zollhaus. Dieses stand auf einem Privatgrundstück; der Eigentümer erhob einen geringen Brückenzoll, der hauptsächlich der Instandhaltung der Grenzbrücke diente.

1812 baute der Staat Sachsen gegenüber dem alten Zollhaus ein neues Zollhaus, das vielfältige Aufgaben erfüllte. Dieses befindet sich heute in Privatbesitz.

Der Olbernhauer Apothekenverwalter Meerheim kaufte 1813 das alte Zollhaus und richtete aufgrund der Entdeckung zweier heilkräftiger, schwefelhaltiger Quellen im Jahre 1816 einen Badebetrieb ein – das „Schwefelbad“ entstand.

(Quelle: Wolfgang Neumann, Olbernhau)