1681

Die Gewehrmanufaktur

Der Rittergutsbesitzer OEHMICHEN erhält 1681 die Konzession zur Anlegung einer Rohrschmiede. Im Jahr 1703 bildeten sich die Zünfte der Schlosser und Büchsenmacher sowie der Tischler und Schäfter. Die Handwerker wurden aus Suhl (Thüringen) und Bayern angeworben.  In der Blütezeit gab es 5 Rohrschmieden und 20 Büchsenmachermeister. Es wurden Gewehre, Pistolen und Bajonette handwerksmäßig gefertigt. 1708 wurden 12.ooo Gewehre für die sächsische Armee angefertigt..
1811

Die Sonnenuhr - Gerbergasse 12

Die Sonnenuhr wurde 1811 errichtet. Das Haus wurde 1789 von Lohgerbermeister CHRISTIAN FRIEDRICH KREHER erbaut. Bis 1911 wurde in diesem Haus das Gerberhandwerk betrieben. Nach 1911 war es die Maschinenfabrik von CARL EUSSERT, nach 1936 von ALBERT THEODOR BERGERT
1815

Die Pulvermühle - Rungstockstraße

1815 errichtete JOHANN GOTTLIEB HAUBOLD im hinteren Teil des Rungstocktales eine Pulvermühle. Der Standort war auf Grund der Gefährlichkeit der Produktion gefordert worden. Das nächtste Wohnhaus war weit genug entfernt und auch die Wasserkraft des Rungstockbaches konnte genutzt werden.
1838

Firma A. F. Reichel - Zöblitzer Straße 11

1838 wird die Firma August Friedrich REICHEL als Familienunternehmen gegründet. Es werden Dampf- und Branntweine, sowie Schnaps und Liköre hergestellt. 1945 wird die Firma unter Zollaufsicht der sowjetischen Besatzungsbehörden gestellt. Es wird Bergmannsschnaps (Bergmannsfusel) hergestellt. Außerdem werden Weine aus Ungarn und Bulgarien in Flaschen abgefüllt.
1851

Erzgebirgischer General-Anzeiger - Albertstraße 11

1851 erscheint ein "Wochenblatt für Olbernhau, Sayda und Umgegend". Herausgeber ist GUSTAV BILLIG. Die Druckerei befindet sich im Haus Am Steg 1. Der Buchbinder ANTON BRAUSE übernimmt das Wochenblatt im Jahr 1853 und die Druckerei wird in die Töpfergasse verlegt. 1854 wird die Zeitung von I.G. WEBER herausgegeben und im Haus Grünthaler Straße 1 gedruckt.
1851

Die Ziegelei - Blumenauer Straße 15

Am 15. Juli 1851 gründet CARL FRIEDRICH ZÖPPEL auf seinem Halbhufengut eine bescheidene Ziegelei. 1880 vergrößert CARL WILHELM ZÖPPEL den Betrieb und errichtet einen modernen Ringbrennofen. 1897 gründet der Kaufmann CARL MÜLLER die Firma " Vereinigte Olbernhauer Ziegeleien Müller, Einhorn & Co". In der DDR nannte sich die Firma "VEB Baustoffwerk Olbernhau".  1990 wurde die Firma privatisiert und 1993 kam es zur Liquidation des Baustoffwerkes.
1859

Zündwaren-Fabrik Schuster - Rungstockstraße 30

Am 7. Mai 1859 wurde die "Königlich-sächsische concessionierte Zündwaren-Fabrik GmbH" von ROBERT SCHUSTER  gegründet. Am 11. Mai 1865 kauft ROBERT SCHUSTER die Eisengießerei von HEINRICH EHREGOTT REUTER - Rungstockstraße 36 und 38. In diesem Haus wohnen Arbeiter der Firma Schuster. Es wird im Volksmund "Langes Schuster-Haus" genannt. Am 4. August 1872 brannte die Fabrik vollständig nieder. Die Produktionsanlagen wurden danach nach neuesten Standard wieder aufgebaut. In der Firma waren ca. 100 Arbeiter beschäftigt.
1875

Baumeister Gustav Neubert

Am 15. Juni 1875 eröffnet Baumeister GUSTAV NEUBERT ein Baugeschäft in Olbernhau. Der Bauhof mit Dampfsägewerk und Zimmerei befand sich an der Freiberger Straße 50. Sein Wohnhaus (Villa) wird im Zeitraum 1887 bis 1888 auf dem Grundstück Freiberger Straße 53 erbaut. Am 21. März 1888 heiratet er Frau Alma Geitner aus Planitz. In dieser Ehe werden eine Tochter (Maria) und zwei Söhne (Paul und Fritz) geboren.
1879

Möbel-Fabrik Otto Weinhold jr.

1879 gründet OTTO WEINHOLD die Kunstmöbel-Fabrik "Otto Weinhold jr.", um sich vom Handwerksbetrieb seines Vaters Carl Gottlieb Weinhold abzugrenzen. 1883 wurde das Wohnhaus der Familie Weinhold errichtet. Baumeister ist Gustav Neubert. (heute Bahnhofstraße 6) 1884 beginnt die Produktion im neuen Fabrikgebäude mit Dampfmaschine und eigener Stromversorgung (heute Bahnhofstraße 4)
1886

1. Olbernhauer Gaswerk - Thomas-Mann-Straße 6

Am 17.10.1886 wurde die 1. Olbernhauer Gasanstalt in Betrieb genommen. Das Werk wurde im Auftrag von DR. BRUNO WERNER errichtet. Bauherr war Baumeister GUSTAV NEUBERT.  In Olbernhau gab es nun Gasbeleuchtung für Straßen und Wohnungen.  1898 wird das Werk für 130.000 Mark an die "Aktiengesellschaft Gas-, Wasser- und Elektrizitätsanlagen Berlin" verkauft. Ca. 1911 wird das Gebäude von Friedrich Clemens Reißig erworben. Die Holzwaren-Fabrik bestand bis 1997. Heute gehört das Haus zu einem Einkaufsmarkt.
1892

Das 1. Elektrizitätswerk in Sachsen

Am 18. Oktober 1892 eröffnen die Brüder CARL und WILHELM EINHORN ein Elektrizitätswerk an der Blumenauer Straße. Olbernhau besaß die erste Licht- und Kraftanlage für die öffentliche Elektrizitätsversorgung in Sachsen. 1899 geht die Zentrale der Gebrüder EINHORN in den Besitz der "Aktiengesellschaft (AG) für Gas-, Wasser- und Elektrizitäts-Anlagen Berlin" über.
1896

Stadtbrauerei Olbernhau

Am 24. Januar 1896 eröffnet KARL GERLACH seine neue Brauerei an der Blumenauer Straße 25. In vergangenen Zeiten gehörte das Braurecht zu den Privilegien der Rittergutsherrschaft. Das Bier wurde in der Brauerei im Rittergut hergestellt. 1895 war noch der Braumeister Clemens Theodor Köhler tätig. Nach Fertigstellung der modernen Brauerei an der Blumenauer Straße wurden die Anlagen im Rittergut stillgeleg t.
1896Carl und Fanny Gleisberg

Konditorei Gleisberg

Am 18. Oktober 1896 errichtet CARL GLEISBERG eine Konditorei mit Cafe in der damaligen Breiten Straße 1 (heute Albertstraße 1).
1898

Firma Gebrüder Seifert - Dörfelstraße 14

1898 wurde das neue Fabrikgebäude der Firma Gebrüder Seifert eingeweiht. Zu dieser Zeit waren ca. 200 Arbeiter beschäftigt. Das neue Fabrikgebäude hatte auch einen Gleisanschluss. Die Brüder Carl Hermann und Friedrich Emil SEIFERT hatten bereits 1878 mit der Produktion von Rädern in der alten Dörfelmühle begonnen.  1959 wurde auf dem Gelände der ehemaligen Räderfabrik der "VEB Fahrzeugwerk Olbernhau" gegründet. In dieser Firma wurde der Wohnzelt-Anhänger "Camptourist" hergestellt. Nach 1990 wurde die Produktion eingestellt.
1904

Der Schlachthof - Schlachthofstraße 10

Am 29.Februar 1904 wird nach einer Bauzeit von 15 Monaten der städtische Schlachthof seiner Bestimmung übergeben. Als Direktor wird der Tierarzt OTTO NAUMANN eingesetzt und als Hallenmeister arbeitet KARL MOCKER. Die Kosten für den Neubau des modernen Schlachtbetriebes betrugen 284.760 Mark. Zur Vergrößerung des Bauplatzes für den Schlachthofes wurden am 7. Februar 1902 zusätzlich zwei Grundstücke erworben: von WINDISCH für 3.600 Mark und von HETZEL für 35.000 Mark.
1905

Der Herrenausstatter Paul Scholz

Am 11. März 1905 eröffnete Paul Scholz sein Geschäft für Herren- und Knabenbekleidung in Olbernhau. Generationen in Sachen Mode - die Geschichte und Tradition der Familie Scholz
1905

Zündwaren-Fabrik Meyer - Rungstockstraße 92

Auf dem Grundstück der alten Rungstockmühle gründeten AUGUST LOUIS GRIESSBACH und HORN die Firma: "Sächsische Zündholz-Fabrik Grießbach & Horn".  In diesem Betrieb wurden Streichhölzer mit den Bezeichnungen  "Mentorhölzer", "Sicherheits-Zündhölzer" und "Pelikan-Hölzer" hergestellt. 1908 wurde die Produktion eingestellt. Die Zündholz-Fabrik wurde durch Herrn CARL MEYER, geb. am 17.9.1865 in Augsburg, erworben. Die Gewerbegenehmigung wurde am 22.10.1908 erteilt.
1935

Verlagshaus Gottfried Hempel

Am 22. Juni 1935 eröffnet der Kaufmann GOTTFRIED HEMPEL eine umfangreiche ERZGEBIRGSSCHAU im Rittergut. Heute befindet sich in diesem Gebäude das Kulturzentrum "Theater Variabel". Neben der Ausstellung wurde auch ein Katalog mit dem Titel " Das erzgebirgische Schatzkästlein aus Olbernhau" herausgegeben. Die Ausstellung wurde zu Beginn des Zweiten Weltkrieges im Jahr 1939 aufgelöst.
1992

Firma LAWA - Faktor-Rothe-Straße 6

Am 22. August 1992 gründeten die Geschwister BEATE LANDROCK und LUDWIG WALTER die Firma "LAWA Hefeknödelspezialitäten GmbH". Oktober 1991           Start in einer kleinen Betriebskantine in Neuhausen. Neben der herkömmlichen Speisenproduktion wurden auf Sonderwunsch für die Gastronomie Hefeknödel nach böhmischer Art gefertigt. Dezember 1991       Schließung der Betriebskantine durch die Treuhand.