1590

Weihe der Stadtkirche - Markt 9

Am 2. November 1590 wird die Stadtkirche geweiht. Im Zeitraum 1584 bis 1590 wurde die Kirche erbaut. Am 7.Mai 1639 fielen 100 schwedische Reiter in Olbernhau ein und zerstörten neben vielen anderen Gebäuden auch die Kirche. Sie brannte bis auf die Grundmauern mit der 1. Orgel von 1621 nieder. 1640 Notdürftiger Wiederaufbau des Chorraumes. 1641 Stiftung der Kanzel durch die Rothenthaler Knappschaft 1648 Wiederaufbau der Kirche. Faktor Rohdt aus Olbernhau-Grünthal stiftete das Altarbild.
1748

1. Olbernhauer Schule - Markt 14

1748 wurde am heutigen Standort Markt 14 ein neu errichtetes Schulgebäude eingeweiht. Dieses Gebäude wurde in der Folgezeit erweitert. Auf einer Zeichnung aus dem Jahr 1840 ist ein zweigeschossiges Fachwerkhaus mit einer 7 Fenster-Front im Obergeschoss zu sehen. Neben drei Klassenzimmern war auch noch die Wohnung des Kantors im Haus. Hier wurde am 19. Januar 1848 der bekannte Musikwissenschaftler PROF. DR. HERMANN KRETZSCHMAR geboren.
1815

Die Pulvermühle - Rungstockstraße

1815 errichtete JOHANN GOTTLIEB HAUBOLD im hinteren Teil des Rungstocktales eine Pulvermühle. Der Standort war auf Grund der Gefährlichkeit der Produktion gefordert worden. Das nächtste Wohnhaus war weit genug entfernt und auch die Wasserkraft des Rungstockbaches konnte genutzt werden.
1822

1. Olbernhauer Bankhaus - Grünthaler Straße 31

Am 16. Oktober 1822 eröffnete CHRISTIAN FRIEDRICH SEYFERT in seinem Haus Grünthaler Straße 31 das erste Olbernhauer Bankgeschäft. Am 18. Juli 1843 zog das Bankhaus in das größere Gebäude am Markt 16. Das Haus wurde 1793 durch Sattlermeister und Obermeister der Innung der Sieben Zünfte JOHANN GOTTLOB HUNGER erbaut. In diesem Gebäude  war die "Chaussee-Geldeinnahme-Stelle" untergbracht. Seit 1886 ist das Haus im Besitz der Familie NEUBERT  
1838

Firma A. F. Reichel - Zöblitzer Straße 11

1838 wird die Firma August Friedrich REICHEL als Familienunternehmen gegründet. Es werden Dampf- und Branntweine, sowie Schnaps und Liköre hergestellt. 1945 wird die Firma unter Zollaufsicht der sowjetischen Besatzungsbehörden gestellt. Es wird Bergmannsschnaps (Bergmannsfusel) hergestellt. Außerdem werden Weine aus Ungarn und Bulgarien in Flaschen abgefüllt.
1851

Erzgebirgischer General-Anzeiger - Albertstraße 11

1851 erscheint ein "Wochenblatt für Olbernhau, Sayda und Umgegend". Herausgeber ist GUSTAV BILLIG. Die Druckerei befindet sich im Haus Am Steg 1. Der Buchbinder ANTON BRAUSE übernimmt das Wochenblatt im Jahr 1853 und die Druckerei wird in die Töpfergasse verlegt. 1854 wird die Zeitung von I.G. WEBER herausgegeben und im Haus Grünthaler Straße 1 gedruckt.
1859

Zündwaren-Fabrik Schuster - Rungstockstraße 30

Am 7. Mai 1859 wurde die "Königlich-sächsische concessionierte Zündwaren-Fabrik GmbH" von ROBERT SCHUSTER  gegründet. Am 11. Mai 1865 kauft ROBERT SCHUSTER die Eisengießerei von HEINRICH EHREGOTT REUTER - Rungstockstraße 36 und 38. In diesem Haus wohnen Arbeiter der Firma Schuster. Es wird im Volksmund "Langes Schuster-Haus" genannt. Am 4. August 1872 brannte die Fabrik vollständig nieder. Die Produktionsanlagen wurden danach nach neuesten Standard wieder aufgebaut. In der Firma waren ca. 100 Arbeiter beschäftigt.
1868

Alte Schule - Grünthaler Straße 14

Am 17.September 1868 wurde das Schulgebäude eingeweiht. Baumeister war GOTTLIEB ULLMANN. Der erste Schuldirektor war CARL EMIL SCHUSTER. 1883 und 1893 wurde das Gebäude erweitert. Ein dritter Anbau war platzmäßig nicht möglich. Nach umfangreichem Umbau zieht 1923 die Gewerbeschule in das Gebäude ein. 1945 bis 1975 Berufsschule für Handwerksberufe. 1975 bis 1982 Erweiterte Oberschule (EOS) 1983 bis 1992 Zehnklassige Polytechnische Oberschule (POS)
1875

Bahnhof Olbernhau - Bahnhofstraße 22 u. 24

Am 24. Mai 1875 wurde die Eisenbahnverbindung Pockau bis Olbernhau eröffnet. An diesem Tag wurde auch das neue Bahnhofsgebäude eröffnet.
1879

Möbel-Fabrik Otto Weinhold jr.

1879 gründet OTTO WEINHOLD die Kunstmöbel-Fabrik "Otto Weinhold jr.", um sich vom Handwerksbetrieb seines Vaters Carl Gottlieb Weinhold abzugrenzen. 1883 wurde das Wohnhaus der Familie Weinhold errichtet. Baumeister ist Gustav Neubert. (heute Bahnhofstraße 6) 1884 beginnt die Produktion im neuen Fabrikgebäude mit Dampfmaschine und eigener Stromversorgung (heute Bahnhofstraße 4)
1883

Das Pfarrhaus - Blumenauer Straße 2

Am 3. März 1883 wurde durch die Kircheninspektion Marienberg und dem Kirchenvorstand Olbernhau das neue Pfarrhaus übernommen. Ein Pfarrhaus wurde schon 1590 nach der Weihe der Stadtkirche errichtet. Dieses Gebäude wurde beim Überfall der Schweden am 7. Mai 1639 niedergebrannt. Es wurde nach 1648 wieder aufgebaut. Am 24. Januar 1881, gegen 4 Uhr, brach ein Brand im Pfarrhaus aus. Wegen der ungeheuren Kälte waren Löscharbeiten fast unmöglich. Anschließend wurde das Pfarrhaus in der heutigen Form wieder aufgebaut. Baumeister war GUSTAV NEUBERT.
1884

Volksbibliothek Olbernhau

Am 01.01.1884 wurde in Olbernhau eine Volksbibliothek eröffnet, die erste Ausleihe erfolgte am 06.01.1884. Diese Bibliothek befand sich in der "Alten Schule" - Grünthaler Straße 14 (heute Goethe-Grundschule) Der erste Bibliothekar war ALBERT FRANK.
1885

Eröffnung Olbernhauer Krankenhaus - Krankenhausstraße 1

Am 24. Juni 1881 eröffnet Dr. med. ARTHUR HEINICKE ein Kurhaus und Pension. Diese Einrichtung war aber nicht erfolgreich und Dr. Heinicke gab sie wieder auf. Am 25. November 1884 beschloss der Olbernhauer Gemeinderat die Sommerfrische für 23.000 Mark zu kaufen und als Krankenhaus zu nutzen. Schon am 1. Januar 1885 konnte die dringend notwendige medizinische Einrichtung für die Olbernhauer Bevölkerung eröffnet werden.
1885

Seniorenzentrum - Blumenauer Straße 95

Am 1. Oktober 1885 wird im ehemaligen Forsthof die "Bezirksarmen- und Korrektionsanstalt" in Betrieb genommen. 23 "Pfleglinge" aus Olbernhau und Umgebung bewohnen die "Anstalt". Es werden Korbmacherarbeiten und Zigarrenfabrikation durchgeführt. Seit 1824 befand sich an dieser Stelle der Forsthof. Die "Königliche Oberforstmeisterei" wurde 1864 nach Marienberg verlegt. Anschließend wurde das Gebäude zur Versteigerung ausgeschrieben. Den Zuschlag erhielt 1883 die Amtshauptmannschaft Marienberg. Danach wurde das Gebäude zur Bezirksarmen- und Korrektions-Anstalt umgebaut.
1886

1. Olbernhauer Gaswerk - Thomas-Mann-Straße 6

Am 17.10.1886 wurde die 1. Olbernhauer Gasanstalt in Betrieb genommen. Das Werk wurde im Auftrag von DR. BRUNO WERNER errichtet. Bauherr war Baumeister GUSTAV NEUBERT.  In Olbernhau gab es nun Gasbeleuchtung für Straßen und Wohnungen.  1898 wird das Werk für 130.000 Mark an die "Aktiengesellschaft Gas-, Wasser- und Elektrizitätsanlagen Berlin" verkauft. Ca. 1911 wird das Gebäude von Friedrich Clemens Reißig erworben. Die Holzwaren-Fabrik bestand bis 1997. Heute gehört das Haus zu einem Einkaufsmarkt.
1888

Einweihung Turnhalle - Goethestraße 3

Am 2. September 1888 (Sedantag) wurde die Turnhalle an der Goethestraße 3 eingeweiht. Am 4. Juli 1887 stellte Schulvorstand WINDISCH den Bauantrag an den Gemeindevorstand. Dieser Antrag wurde am 10. August 1887 von der Amtshauptmannschaft genehmigt. 1959 wurde im Rahmen des Nationalen Aufbauwerkes (NAW) eine Gymnastikhalle an die Turnhalle angebaut.
1892

Hotel Windisch - Bahnhofstraße 5

Am 29. März 1892 eröffnet ADALBERT WINDISCH sein neuerbautes Hotel an der Bahnhofstraße. Weitere Hotelbesitzer waren in der Folgezeit: 1901 - Gastwirt THOMEN 1904 - Hotelier EDMUND OPITZ Nach 1914 wurde das Hotel in ein Bankhaus umgewandelt. Besitzer war der Bankier BRUNO TRIBBENSEE. Später wurde das Bankgeschäft von der ALLGEMEINEN DEUTSCHEN CREDITANSTALT (ADCA) übernommen. Nach 1945 wurden die Räume durch die Sparkasse genutzt. 2004 wurden die Geschäftsräume aufgelöst.
1892

Das 1. Elektrizitätswerk in Sachsen

Am 18. Oktober 1892 eröffnen die Brüder CARL und WILHELM EINHORN ein Elektrizitätswerk an der Blumenauer Straße. Olbernhau besaß die erste Licht- und Kraftanlage für die öffentliche Elektrizitätsversorgung in Sachsen. 1899 geht die Zentrale der Gebrüder EINHORN in den Besitz der "Aktiengesellschaft (AG) für Gas-, Wasser- und Elektrizitäts-Anlagen Berlin" über.
1895

Amtsgericht - Zöblitzer Straße 2

Am 1. April 1895 wurde das Amtsgericht eingeweiht. Den ehemaligen Pfarrgarten hatte die Landgemeinde Olbernhau 1893 erworben. Im gleichen Jahr war auch die Grundsteinlegung. Mit der Bauleitung wurde Baumeister GUSTAV NEUBERT beauftragt. Als Amtsrichter trat am 1. April 1895 der Landrichter ADOLF LEONHARDT aus Zwickau seinen Dienst an. Am 15. Juni 1895 beschloss der Olbernhauer Gemeinderat das Amtsgericht für 204.000 Mark an den Sächsischen Staat zu verkaufen.
1896

1. Olbernhauer Musikschule - Tempelweg 9

1896 wurde die Musikschule von Stadt-Musikdirektor OSKAR DONNER im Haus Tempelweg 9  eröffnet. Es wurden Instrumentalisten aus ganz Deutschland ausgebildet. 25 Musikschüler konnten auch im Haus wohnen.
1896

Stadtbrauerei Olbernhau

Am 24. Januar 1896 eröffnet KARL GERLACH seine neue Brauerei an der Blumenauer Straße 25. In vergangenen Zeiten gehörte das Braurecht zu den Privilegien der Rittergutsherrschaft. Das Bier wurde in der Brauerei im Rittergut hergestellt. 1895 war noch der Braumeister Clemens Theodor Köhler tätig. Nach Fertigstellung der modernen Brauerei an der Blumenauer Straße wurden die Anlagen im Rittergut stillgeleg t.
1896

Postamt - Albertstraße 2

Mit der Errichtung des Postamtes wurde 1895 begonnen. Die Bauleitung hatte Baumeister GUSTAV NEUBERT aus Olbernhau. Am 1. Oktober 1896 wurde das stattliche Bauwerk eingeweiht. An diesem Tag begann auch Postmeister KARL WEIDELT als Leiter des Postamtes seine Arbeit. 1905 wurde das Postamt für 70.000 Mark an den Reichsfiskus verkauft.  
1898

Firma Gebrüder Seifert - Dörfelstraße 14

1898 wurde das neue Fabrikgebäude der Firma Gebrüder Seifert eingeweiht. Zu dieser Zeit waren ca. 200 Arbeiter beschäftigt. Das neue Fabrikgebäude hatte auch einen Gleisanschluss. Die Brüder Carl Hermann und Friedrich Emil SEIFERT hatten bereits 1878 mit der Produktion von Rädern in der alten Dörfelmühle begonnen.  1959 wurde auf dem Gelände der ehemaligen Räderfabrik der "VEB Fahrzeugwerk Olbernhau" gegründet. In dieser Firma wurde der Wohnzelt-Anhänger "Camptourist" hergestellt. Nach 1990 wurde die Produktion eingestellt.
1898

Neue Schänke - Zöblitzer Straße 44

Am 24. Februar 1898 übernimmt ADOLF BERNHARDT KRÖNERT die Gaststätte "Neue Schänke" und die dazu gehörigen Felder.  17.03.1703     JOHANN DANIEL NEUBER erhält vom Rittergutsbesitzer Carl Gottlob von Leubnitz einen Conzessionsschein für den Schmiede- und Schankbetrieb im Haus. 31.10.1767     CARL CHRISTIAN BACH aus Rittersberg erhält vom Reichsgrafen Johann Adolf vom Loß die wüste Baustelle zum Wiederaufbau.