Das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz – bittet Einwohner aus Olbernhau, Seiffen, Heidersdorf, Deutschneudorf und Neuhausen um Mithilfe.

Obwohl sich die Luftqualität im Erzgebirge seit Beginn der neunzigerJahre deutlich verbessert hat, gibt es immer wieder Beschwerden über Geruchsbelastungen im sächsisch-tschechischen Grenzgebiet. Diese Beschwerden werden von den sächsischen Behörden sehr ernst genommen. Deshalb beteiligen diese sich am von der EU geförderten Projekt OdCom, das sich seit April 2016 intensiv diesem Thema widmet.

Ein Team von Forschungseinrichtungen und Behörden aus Sachsen und Tschechien hat sich dabei zum Ziel gesetzt, sowohl die Ursachen und das Auftreten von Geruchsereignissen genauer zu bestimmen als auch die gesundheitlichen Auswirkungen näher zu untersuchen. Doch um belastbare Aussagen zu den gesundheitlichen Folgen treffen zu können, sind die Wissenschaftler auf die Unterstützung der Bevölkerung angewiesen.

In den nächsten Tagen erhält jeder vierte Einwohner der am häufigsten betroffenen Gemeinden (Deutschneudorf, Heidersdorf, Seiffen, Olbernhau und Neuhausen) Post vom Projektleiter, dem Forschungsverbund PublicHealth Sachsen der TU Dresden. Die angeschriebenen Personen werden darum gebeten, sich mit dem Ausfüllen eines Fragebogens an der Studie zu beteiligen, unabhängig davon, ob sie sich durch die Geruchsereignisse belastet fühlen oder nicht. Antworten sind entweder in Papierform oder online möglich. Jede Antwort zählt. Nur bei einer hohen Beteiligung an der Befragung lassen sich wissenschaftlich belastbare Ergebnisse erzielen.

Ansprechpartner für die Befragung ist Herr Martin Otto (Martin.Otto@tu-dresden.de). Weitere Informationen zum Projekt „OdCom – Objektivierungder Geruchsbeschwerden im sächsisch-tschechischen Grenzgebiet“ finden sich unter www.odcom-sncz.eu. Das Projekt wird von April 2016 bis März 2019 aus Mitteln der Europäischen Union im Kooperationsprogramm zur Förderung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit zwischendem Freistaat Sachsen und der Tschechischen Republik 2014-2020 (EFRE) gefördert. Das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz ist einer von sieben Projektpartnern.