Vom 01.09.2022 bis zum 08.01.2023 zeigt das Museum Olbernhau unter dem Titel „Das Welterbe im Spiegel der Kunst“ eine Sonderausstellung der Sammlung Erzgebirgische Landschaftskunst.

Über Jahrhunderte hat der Bergbau das Erzgebirge geprägt, dem Landstrich sogar seinen Namen gegeben. Landschaft und Kultur der Region sind in vielfältiger Form eng mit dem Bergbau verbunden. Zahlreiche Zeugnisse haben die Zeiten überdauert und künden noch heute von dieser Vergangenheit. Eine ausgewählte Reihe dieser Zeugnisse des Erzbergbaus wurde 2019 zum UNESCO-Welterbe erklärt. Zahlreiche weitere Sachzeugen sind als „assoziierte Objekte“ hinzugeordnet. Dazu gehören Objekte des sächsischen Steinkohlenbergbaus, des Kalkbergbaus, der Porzellanindustrie, aber auch Schlösser, Geotope oder Objekte des Kunsthandwerks.

Aus dem umfangreichen Bestand der landkreiseigenen Sammlung Erzgebirgische Landschaftskunst wurden 20 Werke für diese Sonderausstellung ausgewählt. Viele beziehen sich unmittelbar auf einzelne Welterbestätten oder die assoziierten Objekte, andere haben das Thema allgemeiner zum Inhalt oder berühren ähnliche Orte und Motive.

Präsentiert werden Werke der Malerei, Grafik und Zeichnung von Rudolf Manuwald, Kurt Teubner, Friedrich Näser, Carl-Heinz Westenburger, Alfred Hofmann-Stollberg, Erich Buchwald-Zinnwald, Paul Hugo Türke, Rolf Schubert, Roland Unger, Petra Ehrlich, Dieter Gantz, Dagmar Ranft-Schinke, Elisabeth Ahnert, Karlheinz Fischer, Michael-Thomas Sachs.

Der Wismut-Bergbau nach 1945 mit seinen markanten Schachtanlagen und Halden bildet einen Schwerpunkt der Auswahl. Künstler wie Rudolf Manuwald, Carl-Heinz Westenburger oder Dieter Gantz haben diese Zeit unmittelbar mit erlebt und damals ihre Eindrücke festgehalten. Aus heutiger Sicht stellen gerade diese Arbeiten einmalige Dokumente dieses „dritten Berggeschreys“ dar.

Des Weiteren sind Motive von Kalkwerken oder anderen eng mit dem Bergbau verbundenen Industriezweigen vertreten. Immer wieder haben auch Künstler vor allem aus dem Raum Annaberg die vom Bergbau gezeichnete Pöhlberglandschaft aufgrund ihres malerischen und zeichnerischen Potentials mit ihren landschaftsprägenden Strukturen in künstlerischen Werken umgesetzt. Darüber hinaus werden auch die großen Bergstädte wie z.B. Schneeberg, Annaberg, oder Buchholz oder die Bergbaulandschaften um Měděnec (Kupferberg) auf der böhmischen Seite des Erzgebirges thematisiert.

Die Ausstellung bietet zahlreiche künstlerische und auch historische Perspektiven auf einige Stätten des Welterbes und ermöglicht so einen außergewöhnlichen Blick auf die Montanregion Erzgebirge.

Sie sind herzlich eingeladen, sich zur Vernissage am 01.09.2022 um 19.00 Uhr einen persönlichen Eindruck der Ausstellung zu verschaffen.