Am 1. Oktober 1885 wird im ehemaligen Forsthof die "Bezirksarmen- und Korrektionsanstalt" in Betrieb genommen. 23 "Pfleglinge" aus Olbernhau und Umgebung bewohnen die "Anstalt". Es werden Korbmacherarbeiten und Zigarrenfabrikation durchgeführt.

Seit 1824 befand sich an dieser Stelle der Forsthof. Die "Königliche Oberforstmeisterei" wurde 1864 nach Marienberg verlegt. Anschließend wurde das Gebäude zur Versteigerung ausgeschrieben. Den Zuschlag erhielt 1883 die Amtshauptmannschaft Marienberg. Danach wurde das Gebäude zur Bezirksarmen- und Korrektions-Anstalt umgebaut.

1922 wird das Objekt in ein "Bezirksversorgungsheim" umgewandelt. Am 6. Januar 1931 wird das vollkommen umgebaute und erweiterte Bezirksheim zur Nutzung übergeben. Die Baukosten betrugen 395.000 Reichsmark. Das Fassungsvermögen beträgt nun 170 Insassen. Die Bewohner versorgten sich über die hauseigene Landwirtschaft.

1942 wird die Einrichtung durch die Deutsche Wehrmacht enteignet und ein Lazarett eingerichtet.  1945 werden im Heim Flüchtlinge untergebracht.

1950 wird die Einrichtung wieder als Pflegeheim genutzt. Anlässlich des 75-jährigen Bestehens des Heimes im Jahr 1960, wird der Name des Olbernhauer Widerstandskämpfers "Hugo Franz" verliehen.

1985 hat das Pflegeheim eine Kapazität von 270 Pflegebedürftigen und 90 Beschäftigte.