Am 2. Januar 1974 verstarb der bekannte erzgebirgische Mundartsprecher ERWIN GÜNTHER in Olbernhau.

ERWIN GÜNTHER wurde am 22. März 1909 als Sohn von ANTON GÜNTHER in Gottesgab (Bozi Dar) geboren. Er besuchte die Grundschule in Gottesgab und begann anschließend ein 4-jähriges Lehrerstudium in Prag. Von 1928 bis 1942 war er als Lehrer in Brandau und Gabrielahütten tätig. Dann wurde er zur Wehrmacht eingezogen und geriet an der Westfront in Gefangenschaft.

Nach 1945 durfte ERWIN GÜNTHER nicht mehr als Lehrer arbeiten.  Er war zuerst als Vertreter für kosmetische Artikel tätig.

Mit der Heimatgruppe "Heiteres Erzgebirge" war durch die Konzert- und Gastspieldirektion (KGD) in der gesamten DDR unterwegs. Durch einen Herzinfarkt musste er seine hauptberufliche Tätigkeit als Mundartsprecher beenden. Nach der Genesung trat er noch im kleinen Rahmen bei Veranstaltungen auf.

1972 gründete er noch eine Gruppe mit dem Zitherspieler Dietmar Kempe und drei Sängerinnen aus Neuhausen.