Am 20. Mai 1962 verstarb der Kunstmaler MAX KRAUSE-KIEDERLING in Olbernhau.

MAX KRAUSE wurde 1892 in Graudenz/ Westpreussen geboren. 1905 übersiedelte die Familie nach Berlin.

1909 bis 1913 absolvierte er ein Studium an der Unterrichtsanstalt des Berliner Kunstgewerbemuseums und an der Kunstgewerbeschule Charlottenburg. 1913 bis 1914 untenahm er eine Studienwanderung durch Deutschland.

1914 bis 1918 war er Soldat im Weltkrieg.

1919 richtete er sein erstes Atelier als freischaffender Künstler in Berlin-Friedenau ein. Wahrscheinlich führte er seit dieser Zeit den Namen KRAUSE-KIEDERLING.

1920 zog er nach Greifswald. Hier entwickelte er sich in den folgenden Jahren zum Künstler. Es entstanden zahlreiche Werke von Wieck und Eldena. Er beteiligte sich an Austellungen in Greifswald,  Anklam, Stettin und Stralsund. 1924 entstand eine Mappe  mit Holzschnitten aus Alt-Grimmen.

1925 übersiedelte er in die aufblühende Industriestadt Chemnitz. Hier heiratete er 1928 die Sprachlehrerin MARGUERITA ROSETTA LÖBEL. Um 1930 zählte er neben CARL LANGE, RUDOLF PLEISSNER, MARTHA SCHRAG usw. zu den bedeutensten Persönlichkeiten des Chemnitzer Künstlerlebens.

  • seine Werke wurden in der damaligen "Kunsthütte" (heute Kunstsammlungen) ausgestellt.
  • Die Horchwerke Zwickau kauften das Ölgemälde "Gewitter im Flöhatal"
  • das neu erbaute Stadtbad Chemnitz erwarb zwei Aquarelle.

Vor 1939 bereiste das Ehepaar die jugoslawische Adriaküste mit Mostar, Rab, Krk, Trogier, Split, Ragusa u.a. Er malte Landschaften und Portraits von einfachen Menschen aus dem Volk. Eine Ausstellung mit 50 Werken wurde in einer Chemnitzer Galerie gezeigt. Mit der Bombardierung von Chemnitz wurde der größte Teil der Kunstwerke zerstört oder sie werden vermisst. Wohnung und Atelier des Künstlers wurden völlig zerstört. 

1945 wurde Olbernhau die Wahlheimat des Künstler-Ehepaars. In den 1950er Jahren erhielt er eine Wohnung und Atelier im Stadtzentrum von Olbernhau. Vielen Einwohnern der Stadt war er kein Unbekannter, da er oft Skizzen in der Öffentlichkeit anfertigte.

  • Er leitete den Malzirkel des VEB Blechwalzwerkes Olbernhau und an der Volkshochschule. Zahlreiche Studien im Blechwalzwerk gipfelten in seinem Ölgemälde "Blechwalzwerk".
  • 1955 beteiligte er sich an der Mittelsächsischen Kunstausstellung im Museum am Theaterplatz in Chemnitz.
  • 1961 beteiligte er sich trotz schwerer Krankheit an der Kunstausstellung des Bezirkes Karl-Marx-Stadt.