1899

Bürgermeister Dr. jur. Oskar Schanz

Am 1. Juni 1899 tritt Dr. jur. OSKAR SCHANZ sein Amt als Gemeindevorstand in Olbernhau an. Sein Vorgänger war CARL GESSING. OSKAR SCHANZ wurde am 27. Dezember 1868 in Oelsnitz / Vogtland geboren. Sein größter Verdienst war die Erhebung der Landgemeinde Olbernhau zur Stadt am 1. Januar 1902. Für diese herausrragende Leistung wurde Dr. jur. OSKAR SCHANZ am 23. März 1902 durch das Ratskollegium mit einem Diplom geehrt.
1900

1900 bis 1910

1900                Die Landgemeinde Olbernhau erreicht eine Einwohnerzahl von 7825 Personen und wird damit der größte Ort der Hauptmannschaft Marienberg. Marienberg hat zu diesem Zeitpunkt eine Einwohnerzahl von 7108 Personen. 1.4.1900           Der Nachtwächterdienst wird durch einen durchgehenden Polizeidienst abgelöst.
1900

Neue Schule - Albertstraße 23

1899 begann die Errichtung des rechten Teils des Gebäudes. Die Bauarbeiten wurden von Baumeister CARL WINKLER geleitet. Am 1. April 1900 wurde der erste Teil der Schule eingeweiht. 1908 begannen die Arbeiten am Erweiterungsbau. Im 2.  Halbjahr 1909 wurde das Gebäude in der heutigen Form übergeben. 1939 wurde die "Deutsche Oberschule für Jungen" gegründet. Es wurden aber auch Mädchen aufgenommen.  Diese Einrichtung gilt als Vorgänger des heutigen Gymnasiums.
1901

Bürgerrecht der Stadt Olbenhau

Am 11. November 1901 wird im "Erzgebirgischen General-Anzeiger"  der Beschluss des Gemeindevorstandes zum "Bürgerrecht der Stadt Olbernhau" veröffentlicht:
1902

Der Gessingplatz

Nach der Einweihung des ersten Teils der Neuen Schule im Jahr 1900 wurde beschlossen einen Platz vor dem Gebäude anzulegen. Diesea Areal musste mit Erdmassen aufgefüllt und planiert werden. Die Auffüllmassen stammten vom Aushub des Schützenplatzes am Heidenweg. Dazu bewilligte der Gemeinderat 20.000 Mark.
1902

Das Wappen der Stadt Olbernhau

Am 1. Januar 1902 wurde die Gemeinde Olbernhau vom königlich sächsischen Innenministerium zur Stadt erhoben. Mit selbigem Akt wurde der jungen Stadt ein neues Stadtwappen verliehen.
1904

Der Schlachthof - Schlachthofstraße 10

Am 29.Februar 1904 wird nach einer Bauzeit von 15 Monaten der städtische Schlachthof seiner Bestimmung übergeben. Als Direktor wird der Tierarzt OTTO NAUMANN eingesetzt und als Hallenmeister arbeitet KARL MOCKER. Die Kosten für den Neubau des modernen Schlachtbetriebes betrugen 284.760 Mark. Zur Vergrößerung des Bauplatzes für den Schlachthofes wurden am 7. Februar 1902 zusätzlich zwei Grundstücke erworben: von WINDISCH für 3.600 Mark und von HETZEL für 35.000 Mark.
1904

Industrie- und Handelsschule - Goethestraße 4

Am 12. April 1904 bezog die "Industrie- und Handelsschule" das neue Gebäude. 1912 wird die Industrieschule in "Gewerbeschule Olbernhau" umbenannt.  Nach 1923 wird das Gebäude als "Öffentliche höhere Handelsanstalt" genutzt.
1904

Kolonialwarengeschäft EISOLD - Bahnhofstraße 9

Am 1. September 1904 eröffnete BERNARD EISOLD ein Kolonialwarengeschäft im Haus Bahnhofstraße 9. Nach dem Tod von BERNARD EISOLD wurde das Geschäft von seinen Töchtern weiter bewirtschaftet. Bis Ende der 1970er Jahre bestand das Familienunternehmen. 1980 eröffnete die staatliche Handelsorganisation (HO) ein DELIKAT-Geschäft. Dieses Geschäft bestand bis 1990. Von 1990 bis 1993 betrieb die Firma COMMERCE-MARKT ein Fachgeschäft für Öfen und Küchengroßgeräten in den Geschäftsräumen.
1905

Der Herrenausstatter Paul Scholz

Am 11. März 1905 eröffnete Paul Scholz sein Geschäft für Herren- und Knabenbekleidung in Olbernhau. Generationen in Sachen Mode - die Geschichte und Tradition der Familie Scholz
1905

Zündwaren-Fabrik Meyer - Rungstockstraße 92

Auf dem Grundstück der alten Rungstockmühle gründeten AUGUST LOUIS GRIESSBACH und HORN die Firma: "Sächsische Zündholz-Fabrik Grießbach & Horn".  In diesem Betrieb wurden Streichhölzer mit den Bezeichnungen  "Mentorhölzer", "Sicherheits-Zündhölzer" und "Pelikan-Hölzer" hergestellt. 1908 wurde die Produktion eingestellt. Die Zündholz-Fabrik wurde durch Herrn CARL MEYER, geb. am 17.9.1865 in Augsburg, erworben. Die Gewerbegenehmigung wurde am 22.10.1908 erteilt.
1906

TIVOLI - Gerbergasse 10

Am 25. Dezember 1906 begannen die Eröffnungsveranstaltungen im neu erbauten "Theater-Konzert-& Ballhaus TIVOLI". Seit 1851 hat die Gastwirtschaft die Schankgerechtigkeit. 1894 erhielt das Haus die Bezeichnung: "Restaurant und Ballhaus TIVOLI". 1903 erwarb der Gastwirt MORITZ FORKERT das Objekt.
1908

Das Rathaus - Grünthaler Straße 28

Am 9. Februar 1904 kauften JULIUS EINHORN un FRIEDRICH STEINERT die alte Kegelschmiede. Ca. 1907 wurde das alte Haus weggerissen. Am 1. April 1908 werden die Geschäftsräume der Stadtverwaltung in das neue Gebäude der "Kegelschmiede verlegt. Bis zu diesem Zeitpunkt befanden sich die Geschäftsräume der Stadtverwaltung im heutigen Haus Grünthaler Straße 19. Im Erdgeschoss befand sich die Gaststätte "Kegelschmiede". Die Stadtratssitzungen wurden im Vereinszimmer des Restaurants durchgeführt. Die beiden Obergeschoße wurden durch die Stadtverwaltung genutzt.
1909

Gemeinnütziger Bauverein Olbernhau GmbH

Am 12. Februar 1909 wurde der Bauverein gegründet. Bürgermeister RUDOLF STEUER unterstützte diese Initiative, um den Mangel an Arbeiterwohnungen zu beheben. Initiator des Gedankens war der Stadtverordnete GUSTAV LEHMANN, der nach der Gründung zum Vorsitzenden des "Gemeinnützigen Bauvereins Olbernhau" gewählt wurde. 91 Bürger erklärten bei der Gründung ihren Beitritt. Der Stammanteil betrug 100 Mark. Jedes Mitglied konnte 100 Stammanteile erwerben. Folgende Häuser wurden durch den Bauverein errichtet:
1910

Bürgermeister Dr. jur. Wilfried Lohse

Am 18. Juli 1910 tritt Dr. jur. WILFRIED LOHSE sein Amt als Bürgermeister der Gemeinde Olbernhau an. Er war  vorher schon fünf Jahre als Bürgermeister in der erzgebirgischen Kleinstadt Thum tätig. Die Familie bezog eine Wohnung in der Villa an der Freiberger Straße 53. Schon am 12. Dezember 1911 wählte der Olbernhauer Stadtgemeinderat Dr. Lohse zum Bürgermeister auf Lebenszeit. Einige wichtige Ereignisse, die in seiner Amtszeit stattfanden:
1911

1911 bis 1920

1911                   Einweihung des Gerätehauses der Freiwilligen Feuerwehr 1911                   Gründung des Wintersportvereins
1914

Königsbesuch 1914

Am 9. Juli 1914 besucht KÖNIG FRIEDRICH AUGUST III. unsere Stadt. Er besichtigt die moderne Möbelfabrik von OTTO WEINHOLD jr. an der Lindenstraße 21. Anschließend stellt Bürgermeister DR. LOHSE dem König die auf dem Gessingplatz angetretene Abordnung der Olbernhauer Bürgerschaft vor. Weitere Ziele des Königs waren: Seiffen - Kupferhammer Grünthal - Niederneuschönberg und Schloss Pfaffroda.
1920Heimatdichter Erich Lang

Heimatdichter Erich Lang

1920 begann ERICH LANG seine Tätigkeit als Lehrer an der Volks- und Hilfsschule in Olbernhau. Es erfolgte eine spätere Beförderung zum Hilfsschul-Oberlehrer. ERICH LANG wurde am 15.12.1895 als Sohn des Kantors und Lehrers Ernst Edmund Lang und Frau Anna Lang geb. Müller in Satzung geboren. 1903 bis 1910 Besuch der Volksschule in Satzung. 1910 bis 1915 Vorbildung am Königlichen Lehrerseminar in Annaberg. 1915 bis 1919 Hilfslehrer in Olbernhau.
1921

1921 bis 1930

1.4.1922                   Übernahme der Gewerbe- u. Handelsschule in städtische Verwaltung - Goethestraße 4 27.4.1922                 Der Stadtrat beschließt den vollständigen Anschluss an die Sächsische Landesbühne
1923

Turnplatz Jahnstraße

Der Olbernhauer Turnverein (DT) baute den Turnplatz an der Jahnstaße: 1923 wurde obere Teil in Betrieb genommen. Die Baracke diente als Turnhalle. 1925 wurde der untere und größere Teil fertiggestellt.
1925

Geschichte der Kirchfahrt Olbernhau

1925 erscheint eine überarbeitete Ausgabe des Buches "Geschichte der Kirchfahrt Olbernhau". Im Auftrag des Erzgebirgszweigvereins (EZV) Olbernhau hatte ALFONS DIENER VON SCHÖNBERG die Chronik überarbeitet und ergänzt. Autor der Chronik war PAUL OTTOKAR PINDER. Er war von 1881 bis 1902 Pfarrer in Olbernhau. Die erste Auflage der "Geschichte der Kirchfahrt Olbernhau" erschien 1889. Pinder hatte schon damals vor, einen zweiten Teil herauszugegeben. Doch dazu kam es leider nicht. Am 21. März 1919 verstarb er.
1925

Ehrenmal für die Opfer des 1. Weltkrieges 1914-1918

Am 20. September 1925 erfolgt die Weihe des Ehrenmal für die gefallenen, vermißten und den an ihren Verwundungen gestorbenen Söhne unserer Stadt Olbernhau. Es befindet sich im Areal der Stadtkirche.  Das Ehrenmal wurde vom Chemnitzer Bildhauer BRUNO ZIEGLER geschaffen und auf den Bronzetafeln sind die Namen aller 372 Opfer des Weltkrieges von 1914 bis 1918 verewigt. Am 30. August 1922 wurde ein Ausschuss zur Errichtung eines Ehrenmals unter der Leitung von Schuldirektor MORITZ FÖRSTER gebildet.
1926

Das Finanzamt - Albertstraße 25

Am 24. August 1926 wird das vom Reichsfiskus neu erbaute Haus als Finanzamt Olbernhau eröffnet. Das Finanzamt befand sich seit dem 1. Oktober 1920 im Haus Albertstraße 1. Im Zeitraum 1945 bis 1950 war die Einrichtung eine Nebenstelle des Finanzamtes Marienberg. Im Juli 1950 wurde die Einrichtung aufgelöst. Am 1. September 1952 wurde im renovierten und umgebauten Gebäude eine Kindergrippe mit 15 Tagesplätzen eröffnet. Später wurde die Belegung auf 50 Plätze erweitert. 
1927

Schweinitztal-Bahn

Am 2. Mai 1927 wurde die Bahnlinie von Olbernhau nach Deutschneudorf eröffnet. Die Strecke hat eine Länge von 10 km. Die Bahnlinie führte in der Nähe von Hirschberg über tschechisches Territorium. In Brandau (Brandov) gab es auch einen Haltepunkt. Der Personenverkehr wurde 1966 auf dieser Strecke eingestellt. Bis 1969 gab es noch Güterverkehr und dann wurde die Strecke stillgelegt. 1971 kam es zur Demontage der gesamten Anlagen.