8.05 km Wohnhaus Ella Eismann Nr.137 - 1960

Eine Vorweihnachtsgeschichte von Ursula Irmscher

Vorbemerkung des Ortschronisten: In den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts hat Ursula Irmscher aus Dörnthal (heute Berlin) im Literaturzirkel von Luise Born folgende vorweihnachtliche Geschichte im Dörnthaler Dialekt geschrieben und uns damit ein schönes Stück Zeitgeschichte aus den fünfziger Jahren hinterlassen. Vielen Dank dafür.   „Als wir nuch Kinner worn, do wor doch de Vürweihnochtszeit ne ganz offregende Soch. Ich wess noch genau, mei Schwaster un ich hatten uns de Nosen glott gedrückt an de Fanster im übernächsten Haisel. Do hot de Eismann, Ella ihrn Hannel. De Ella, ne Witfro aus dan letzten Krieg, musst ihre 4 Kinnner salber dernährn. So fuhr de Ella mit`n Autobus nach Seiffen. Dort kooft se bei ollen Spielzeigharstellern of, o bei dann, die su rund um Seiffen Woren mochten. Se koft dort, was se kofen kunnt. Dann hat se doch das Zeig weisterhole ufn Buckel bis zur Bushaltestell getrogn. Wenn se aber in unsern Ort onkom, stond ens von ihrn Kinnern mit`n Handwogn do un bei Schnee mit`n Schlitten, um das viele Gekastel und Gepackel dos Dorf nauf zu fohrn. Vun weitem härten wir schun dos Geratter und wenns dor Schlitten wor dos Gebimmel. Beedes wor für uns das Zechen, bei dor Ella gibts wieder ewos zu gucken. De Ella dahemm ohgekumme, mochte sich immer glei an de Auspockerei. Se hot monchmol gar ne erscht nen Mantel ausgezogn, so ufgeregt wor se jedsmol,wenn se vum Eikoofen ehem kom. E Kastel un Packel noch`n annern tot se auspocken un an ihre kleenen Fanster stelln. So kunnten de Leit im Dorf sahn, wos se für neies Zeig wieder ohgebrocht hot. Wos do su olles nochennaner anzu kom: Pfaar, braune un weiße, gruße un kleene, braungeschackte Uchsen, possende Wogn dozu, Pfaarställ un ganze Bauernhaiser, sämtliches Fadervieh aus Hulz kom su nochenanner aus dan Kasteln un Packeln, Hulzautos in ollen möglichen Ausführung. Un jedesmol kom vun uns Kinnern e grußes „Oh“ aus unnern Mund, wenn de Ella alles su hinstellet. An de Fenster kunnt se nischt mehr stelln, do wor schu olles übervull. Nu kom dos Zeig dr Reihe noch ins Regol. Es kunnt nuch esu kalt sei, bei dr Ella ihrer Auspockerei ging wir nie vun de Fanster wag. Nu kom o schu de erschten Leit un wullten koofen. De Ella hotte uff, wenn se derhem wor, egol welche Zeit. Un wenn de Leit einkooften, do wurn de Fanster zugezugn. Dar Grund wor, wir Kinner kunnten doch dann nen Hans oder Max sogn, die Mutter hat für dich dies oder dos bei der Ella gekooft. Do wussten die doch glei, wosse vom Ruppersch kriegten. Sugar de Ella ihre Kinner durften nie derbei sein, se mussten in de Stub, aber monchmol ham se durchs Schlüsselloch geguckt. Un wenn se da wos mitkriegten, dos wor sufort bein Kinnern in dr Nochbarschaft rum. Monchmol wussten wir ober o ganz genau, dr Siegfried kriegt nen Pfaarstoll un de Ellen enne Puppenstub, denn die grußen Packeln unnerm Arm erkannten wir uff dr Dorfstraß sofort. Un de Neiigkeet wurd sofort als grußes Geheimnis verroten. Wenn ich es heit bedenk, wor`s nie schien, so wos wetter zu sogn, denn de gruße Überraschung wor wag. Nischt wor scheener, wenn dr Ruppersch ewos aus`n grußen Sock brocht, wos mer gor ne für möglich hielt, es ze kriegn.“
5772.61 km VERO – Die legendären Spielzeugmacher aus Olbernhau

DER OSTEN – ENTDECKE WO DU LEBST: VERO – Die legendären Spielzeugmacher aus Olbernhau

DER OSTEN – ENTDECKE WO DU LEBST VERO – Die legendären Spielzeugmacher aus Olbernhau Dieses Spielzeug hat vielen Generationen von Kindern leuchtende Augen beschert – der Baukasten „VERO construc“, die Programme „VERO elementar“ und „VERO scola“ die kleinen Werkbänke für Kinder, die Holzfahrzeuge, die Puppenhäuser und Mini-Tankstellen sowie das gewaltige Sortiment für den Eisenbahn-Modellbau. Hergestellt wurde alles im Erzgebirge, im VEB Vereinigte Spielwarenwerke VERO Olbernhau, dem größten Spielwarenhersteller der DDR. Das Erzgebirge kann wie kaum eine andere Region in Deutschland auf eine einzigartige Tradition in der Herstellung von Holzspielzeug verweisen. Aus der Not der Bergleute von einst geboren, entwickelte sich die Holzkunst zu einem bedeutenden Kapitel ostdeutscher Industriegeschichte. VERO entsteht ab 1966 durch die Zwangskollektivierung unzähliger kleiner Familienbetriebe. Zwanzig Jahre später sind es 82 Produktionsstätten, in denen rund 3300 Mitarbeiter mehr als 1000 Artikel herstellen. Bis 1990 gibt es kein Kinderzimmer ohne VERO – in beiden Teilen Deutschlands. Aber nur ein Jahr später ist das einst so erfolgreiche Kombinat vollständig liquidiert. Einige Betriebe können reprivatisiert werden – und nur deshalb lebt die lange Tradition der Spielzeugproduktion in Sachsen bis heute weiter. Mut und Glaube an das eigene Können haben den Handwerkern aus dem Erzgebirge das Überleben ermöglicht. So erzählen die zahlreichen Miniaturen, die in Kerstin Drechsels Manufaktur entstehen, von einem bedeutenden Erbe. Ihr Vater, Dr. Helmut Flade war einer der Mitbegründer von VERO Olbernhau und leitete mehr als 20 Jahre die Entwicklungsabteilung der legendären Spielzeugfabrikation. Viele Ideen der DDR-Kreativ-Schmiede gehen auf ihn zurück. 1987 sieht Helmut Flade zunehmend sein Lebenswerk demontiert und verlässt VERO – in eine ungewisse Zukunft. Nach dem Mauerfall nutzten Vater und Tochter ihre Chance und bauen gemeinsam ein eigenes Unternehmen auf. Heute beschäftigt die kleine Olbernhauer Manufaktur 15 Mitarbeiter. Die klingenden Bausteine Barbara Seidlers haben es sogar bis ins japanische Kaiserhaus geschafft, in die Kinderhände der Prinzessin Aiko. Ein Erfolg, für den Familie Seidler viele Jahre kämpfen musste und der Firmengründer Werner Seidler fast das Leben kostete. Der Werkzeugbauer und erfolgreiche VERO-Konstrukteur Günter Reichel steht heute mit 67 Jahren immer noch selbst an der Drehbank, wenn es darum geht, für seine Schutzengel das nötige Rüstzeug zu drechseln. Auch Ute Hofmann-Auhagen blickt auf eine lange Tradition zurück. Ihre Familie nimmt bereits 1885 eine Holzstoff- und Pappenfabrikation in Betrieb. Sie ist gerade 15 Jahre alt, als sie miterleben muss, wie das Lebenswerk ihres Vaters 1972 enteignet und in das Kombinat VERO eingegliedert wird. Gemeinsam mit ihrem Vater setzt sie ab 1990 die Reprivatisierung des einstigen Familienunternehmens durch. Heute gehört die Firma Auhagen zu den erfolgreichsten Modellbau-Herstellern Europas. Holzfiguren, Baukästen, Lernspielzeug, Lichthäuser,... – was im Erzgebirge gefertigt wird, ist nach wie vor ein Markenzeichen und wird weit über Europas Grenzen hinweg geschätzt. Ein Film von Kerstin Holl   Ein Jahr lang ist der Film in der ARD-Mediathek (MDR) zu sehen: Der Osten - Entdecke wo du lebst: VERO - Die legendären Spielzeugmacher aus Olbernhau | ARD Mediathek

Das war der 6. Sächsische Bergmanns-, Hütten- und Knappentag

6. Sächsischer Bergmanns-, Hütten- und Knappentag vom 9. bis 11. September 2022 in Olbernhau Erstmals wurde ein Sächsischer Bergmanns-, Hütten- und Knappentag in einer ausschließlich vom Hüttenwesen geprägten Stadt durchgeführt. Zu diesem Standestreffen der sächsischen Berg- und Hüttenleute waren nicht nur die sächsischen Traditionsvereine gekommen, sondern auch Berg- und Hüttenleute aus dem gesamten Bundesgebiet sowie aus Tschechien und der Schweiz. Ein umfangreiches Programm für die drei Tage im September wurde organisiert. Dazu gehörten u.a. das Treffen der Bergmannschöre und Bergsänger ,
5772.61 km Stadt Olbernhau - Offizieller Facebookauftritt

Social Media - Stadt Olbernhau mit Offizieller FACEBOOK Seite

Seit Ende Oktober ist nun auch die Stadt Olbernhau offiziell in den sozialen Netzwerken vertreten. Auf dieser Seite werden nun regelmäßig die verschiedensten Informationen, Veranstaltungen und Ereignisse der Stadt Olbernhau verbreitet. Zudem gibt es auch reichlich Fotos und kleine Videos zum aktuellen Geschehen in der Stadt. Somit können wir auch sehr schnell auf aktuelle Themen und Ereignisse reagieren. Schon in den ersten zwei Wochen können wir uns über mehr als 600 Follower und über 18 000 erreichte Personen freuen. Wir hoffen die Community wächst stetig und wird auch von den Followern und Usern gut frequentiert und geteilt.  Wir freuen uns über jedes LIKE und jeden Follower - Glück Auf !    
6.72 km

Heimatmuseum Dörnthal

Ein museales Kleinod in Dörnthal ist das Heimatmuseum an der Ankerkreuzung. Beim Rundgang durch das Haus wird der Besucher zurückversetzt in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts. 1831 als Auszugshaus für das nahe liegende Bauerngut erbaut, erlebte das Gebäude mehrere Besitzerwechsel. Von 1955 bis 1994 lebte und wirkte hier der Heimatforscher und ehemalige Ortschronist Walter Herrmann. Nach seinem Auszug wurde das Fachwerkhaus originalgetreu restauriert und zu Ostern 2000 feierlich als Heimatmuseum eingeweiht. Engagierte Einwohner und Heimatfreunde haben eine Vielfalt wertvoller Gegenstände aus dem alltäglichen Leben der Dorfbewohner aus Urgroßmutters Zeiten zusammengetragen und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Schauen Sie in die Wohnküche, die "gute" Stube und das Schlafzimmer unserer Vorfahren.
5772.61 km Ein Stempelkaten der Erlebnistour mit dem Reiterlein

Auf Erlebnistour mit dem Reiterlein

Einheimische und Gäste können schon seit 2002 unsere Stadt entdecken. Die Erlebnistour ist vor allem für  Kinder mit ihren Eltern und Großeltern ein besonderes Erlebnis. 14 Stationen sind in der Stadt und der weitläufigen Natur von Olbernhau versteckt. Hier gilt es spannendes, historisches, tierisches, spielerisches und vorallem ganz viel Natur zu entdecken und zu erleben. Im Rahmen des Entwicklungsprogramms für den ländlichen Raum im Freistaat Sachsen 2014 – 2020, wurde durch die Europäische Union im LEADER-Projekt „Erneuerung der Wanderwegbeschilderung und Wegeobjekte in Olbernhau und Ortsteilen“ gefördert und die 14 Stempelstellen, der „Erlebnistour mit dem Reiterlein“ erneuert. Große und kleine Wanderfreunde können auf „Erlebnistour mit dem Reiterlein“ gehen. Die Stempelstationen sind im Stadtgebiet an verschiedenen Standorten wie z.B. Museen, Sportanlagen oder an Wanderrouten versteckt. Jeweils zwei Stempelstationen sind auf dem "Familienfreundlichen Wanderweg Dörfelbach", auf dem Sagenweg "Der Hüttenmatths" und im Naturschutzgebiet Bärenbachtal. Wo die Stempelstellen genaus zu finden sind, verrät ein vom Tourismusverein Olbernhau e.V. herausgegebenes Aktionsheft mit Stempelkarte. Dieses ist in der Tourist-Information erhältlich. Die 14 Stempelstellen sind mit einem kleinen Reiterlein und der dazugehörenden Nummer der Stempelstelle gekennzeichnet. Jede Station hat ein, ganz dem Standort, individuell angepasstes Motiv. So ist an der Stempelstelle „Kreuzung Hand“, direkt am Sagenwanderweg „Der Hüttenmatths“, zum Beispiel eine Hand das Stempelmotiv. Ziel der Erlebnistour ist es, alle 14 Stationen aufzusuchen und sich über die vielen Angebote in der Stadt Olbernhau zu informieren und diese zu erleben. Damit das Ganze auch noch mehr Freude macht, erhalten Kinder, welche 10 Stempel gesammelt haben, in der Tourist-Information Olbernhau ein kleines Präsent. Wer alle 14 Signaturen sammelt und seine Stempelkarte abgibt, nimmt an der Auslosung von attraktiven Preisen zur Jahresendwanderung in Olbernhau immer am 30. Dezember teil. Die Erlebnistour ist auch für Kindergartengruppen und Schulklassen bestens geeignet! Sollte ein Stempelkasten beschädigt sein, oder der Stempel fehlen, bitten wir um eine kurze Mitteilung an unsere Tourist-Information.
2.84 km

Kupferhammer in der Saigerhütte Olbernhau

Im voll funktionsfähigen Hammerwerk erklärt der Hammerknecht die Geschichte dieser frühkapitalistischen Produktionsstätte und setzt den sechs Zentner (300 kg) schweren Breithammer in Gang. Er erklärt ausführlich und anschaulich den genauen Hergang des Saigerns. Das Saigern ist das schmelztechnische Trennen von Kupfer und Silber. Unter Zugabe von Blei wurden die unterschiedlichen Schmelztemperaturen und gegenseitigen Löslichkeiten ausgenutzt.
0.14 km

Museum Olbernhau - Ein Museum für die ganze Familie

Der hölzerne Herr mit Brille, Schreibfeder und Stehpult auf dem Windspiel an der schlichten Fassade des Olbernhauer Museums ist ein Spielwarenverleger, einer der Kaufleute, die mit ihrem Handel bereits vor über 200 Jahren das Spielzeug aus dem Erzgebirge weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt machten. Die weltweite Tätigkeit der Olbernhauer Verlagshäuser ist eine der besonderen Geschichten, die im Museum erzählt werden. Nach umfassender Rekonstruktion und Erweiterung erfährt man in der neu gestalteten Ausstellung noch vieles mehr über Spielwarenverleger und ihre Musterbücher, über den unterschiedlichen Broterwerb im Laufe der Jahrhunderte und über die Findigkeit im Umgang mit Holz und Metall, welche Olbernhau bis heute auszeichnet.