Liebe Eltern,

am Montag, dem 18. Mai 2020 öffnen alle Kindereinrichtungen (Kindertagesstätten und Horte) unter Einhaltung strenger hygienischer Maßnahmen. Dabei handelt es sich nicht um die Rückkehr zum gewohnten Zustand, sondern um einen eingeschränkten Regelbetrieb.

Das heißt, es wird weitreichende Einschränkungen in Bringe- und Abholsituationen, aber auch im Alltag der Kinder geben, um Kontakte möglichst auf das Notwendigste zu reduzieren. Die Einrichtungen haben entsprechende Umsetzungskonzepte entwickelt. Die Stadt als Träger und die Kindertagesstätten haben sich auf folgende Maßnahmen verständigt:

1.  Die Öffnungszeiten aller Kindertagesstätten und Horte werden von 07:00 Uhr bis 15:00 Uhr beschränkt. Die Eltern werden angehalten, die Betreuungszeit täglich zu überprüfen und auf das notwendigste Maß zu beschränken. Für Härtefälle wird es ab dem 25.05.2020 individuelle Ausnahmeregelungen geben.

Das Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlicher Zusammenhalt (SMS) hat den eingeschränkten Betrieb der Einrichtungen der Kindertagesbetreuung durch eine Allgemeinverfügung (Az: 15-5422/4) vom 12.05.2020 geregelt. Diese können Sie im Downloadbereich herunterladen. U. a. wurde geregelt, dass Einschränkungen bei den Betreuungszeiten vorgenommen werden können, wenn das Personal und die Räumlichkeiten nicht im erforderlichen Umfang zur Verfügung stehen (vgl. Nr. 1.7 S. 2 Allgemeinverfügung vom 12.05.2020)

Nach Auswertung der ersten Tage hat die Stadt heute entschieden, für alle Härtefälle ab dem 25.05.2020 individuelle Ausnahmeregelungen zu treffen. Ein Härtefall liegt vor, wenn die Betreuung der Kinder außerhalb der eingeschränkten Öffnungszeiten stattfinden muss, weil

  1. beide Elternteile außerhalb der eingeschränkten Öffnungszeiten zwingend arbeiten müssen und
  2. andere Familienangehörige (z. B. Großeltern) die Kinderbetreuung außerhalb der eingeschränkten Öffnungszeiten nicht übernehmen können.

Die Härtefälle haben bitte einen formlosen Antrag per E-Mail an hauptamt@olbernhau.de zu stellen. Dieser Antrag muss folgende Angaben enthalten:

Angaben zum/zu den Kind/ern

  • Name des/der Kinder
  • Name der Einrichtung/en

Angaben zu den Eltern

  • Name des Vaters
  • Arbeitgeber inkl. Kontaktdaten
  • Arbeitsbeginn
  • Arbeitsende
  • Telefonnummer für ev. Rückfragen
  • Name der Mutter
  • Arbeitgeber inkl. Kontaktdaten
  • Arbeitsbeginn
  • Arbeitsende
  • Telefonnummer für ev. Rückfragen

Angaben zu anderen Familienangehörigen

Können andere Familienangehörige die Kinderbetreuung außerhalb der Öffnungszeiten übernehmen? (Antwort: Ja/ Nein ist ausreichend)

Der Antrag kann erst geprüft werden, wenn alle Angaben vollständig vorliegen. Nach Prüfung des Antrags bekommen Sie zeitnah eine Antwort per E-Mail.

An dieser Stelle appelliert die Stadt an alle Eltern, alle alternative Betreuungsmöglichkeiten im Vorfeld zu prüfen und erst dann einen Antrag zu stellen, wenn keine andere Betreuung außerhalb der eingeschränkten Öffnungszeiten möglich ist. Hierfür wird um Verständnis gebeten!

 

2.  Es werden nur gesunde Kinder in der Einrichtung aufgenommen. Die Leitung kann Kinder mit Krankheitssymptomen zurückweisen. Beim Bringen des Kindes müssen die Eltern bzw. Berechtigte täglich schriftlich dokumentieren, dass bei Ihrem Kind und allen weiteren im Haushalt lebenden Personen keine Krankheitssymptome von einer SARS-CoV-2-Infektion vorliegen, bitte verwenden Sie dafür Ihren persönlichen Kugelschreiber.

Der Zugang zu den Kindertagesstätten ist nur Personen ohne nachweisliche SARS-CoV-2-Infektion und ohne Symptome, die auf eine SARS-CoV-2-Infektion hinweisen, wie insbesondere Husten, Fieber und Halsschmerzen, gestattet. Personen mit Vorerkrankungen, deren Krankheitssymptome einer SARS-CoV-2-Infektion ähneln, müssen durch geeignete Nachweise, insbesondere durch Vorlage einer ärztlichen Bestätigung, die Unbedenklichkeit dieser Symptome belegen (vgl. Nr. 2.1 Allgemeinverfügung). Zeigt eine Person, die eine Einrichtung betreten will oder sich in derselben aufhält, o. g. Symptome, so kann ihr der Zugang zur Einrichtung verweigert oder sie der Einrichtung verwiesen werden (vgl. Nr. 2.3 Allgemeinverfügung). Eltern sind verpflichtet, täglich vor dem erstmaligen Betreten der Betreuungseinrichtung schriftlich zu erklären, dass sowohl ihr Kind als auch weitere Mitglieder des Hausstandes keine der bekannten Symptome einer SARS-CoV-2-Infektion, insbesondere Husten, Fieber, Halsschmerzen, aufweisen (vgl. Nr. 5.5 Allgemeinverfügung). Ein entsprechendes Formular liegt je Kind in der Einrichtung aus bzw. gibt die zuständige Erzieherin aus.

 

3.  Jede Kindertagesstätte und Hort hat ihre eigenen Zugangsregeln. Diese sind bitte zu beachten und gehen den nachfolgenden Bestimmungen vor!

Aufgrund der unterschiedlichen örtlichen Gegebenheiten hat jede Einrichtung den Zugang zur Einrichtung bzw. das Bringen und Abholen der Kinder selbst geregelt. Für alle Eltern, die die Einrichtung betreten dürfen, gelten die nachfolgenden Bestimmungen.

 

4.  Es darf nur ein Elternteil oder ein Berechtigter, welcher die Kinder in die Einrichtungen bringt bzw. abholt, die Kindertagesstätte bzw. den Hort betreten.

Um Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren, darf nur ein Elternteil oder eine andere Person, der berechtigt ist, die Kinder zu holen oder zu bringen (z. B. Großeltern), die Einrichtung betreten. Aufgrund der reduzierten Öffnungszeiten kann es zu einer erhöhter Personenansammlung vor oder im Gebäude kommen. Wir bitten alle auf die Anweisungen des Personals zu hören, die Abstände untereinander einzuhalten sowie Geduld und Zeit mitzubringen. Bitten haben Sie Verständnis, wenn es hier zu Wartezeiten kommt.

 

5.  Beim Betreten des Hauses haben sich die Eltern bzw. Berechtigte die Hände zu desinfizieren.

Da wir im Eingangsbereich keine Möglichkeit des Händewaschens anbieten können, bitten wir alle Eltern und Berechtigte, sich die Hände zu desinfizieren. Desinfektionsmittel steht im Eingangsbereich bereit. Die Kinder sind ausdrücklich von dieser Regelung ausgenommen.   

 

6.  Halten Sie sich beim Bringen und Abholen Ihres Kindes nur kurz in den vorgegebenen Bereichen des Gebäudes bzw. Spielplatzes auf und vermeiden Sie längere Unterhaltungen und Begegnungen.

Diese Regelung ist notwendig, um Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren und die Kontaktbeschränkung aus der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung vom 12.05.2020 weitestgehend umzusetzen.

 

7.  Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung wird den Eltern bzw. Berechtigten freigestellt. Die Kinder müssen keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

Aus pädagogischen Gründen werden unsere Erzieher/innen und Kinder nicht verpflichtet, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Auch den Eltern bzw. Berechtigten wollen wir das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung freistellen. Es besteht grundsätzlich keine Pflicht, wenn die Mindestabstände von 1,5 Metern eingehalten werden.  

 

8.  Es ist unbedingt auf den nötigen Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen zu achten.

Die Abstandsregel ist das oberste Gebot bei der Öffnung der Kindertagesstätten. Nur unter Einhaltung dieser Vorschrift wurde die Öffnung gestattet. Wir appellieren an die Eigenverantwortung der Eltern bzw. Berechtigten, diesen Abstand untereinander einzuhalten.

 

9.  Die Betreuung findet in festgelegten Gruppen durch stets dasselbe pädagogische Personal statt.

Die frühkindliche Bildung und Betreuung der Kinder erfolgt unter Berücksichtigung der veränderten Rahmenbedingungen, die COVID-19 mit sich bringt. Oberstes Ziel ist es, dass ggf. entstehende Infektionsketten von den Gesundheitsämtern nachvollziehbar sind. Dies dient dem Schutz der Kinder ebenso wie dem Schutz unserer Erzieher/in in der Kindertagesbetreuung. Hierzu ist es notwendig, offene und teiloffene Konzepte auszusetzen und in festen Gruppenstrukturen weitestgehend mit festen pädagogischen Bezugspersonen zu arbeiten. Dies können wir aktuell sicherstellen. D . h. jede Kindertagesstätte hat feste Gruppen gebildet und feste Erzieher/innen zugeordnet. Jedoch können wir aufgrund der personell begrenzten Kapazitäten keinen Früh- und Spätdienst mehr anbieten, da „Sammelgruppen“ zu vermeiden sind.  

 

10.  Das Zähneputzen wird ausgesetzt.

Aus hygienischen Gründen wird das Zähneputzen ausgesetzt.

 

Der begrenzte Regelbetrieb ist aufgrund räumlicher und personeller Grenzen notwendig. Diese Regelungen werden regelmäßig evaluiert und bei Bedarf angepasst. Die Stadt Olbernhau bittet um Ihr Verständnis!

 

Die Öffnung und der Betrieb der Schulen wird durch die Schulleitung geregelt. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an den/die entsprechende/n Schulleiter/in.

Hauptamt
Stadt Olbernhau