Im Juni 2002 feierten die Olbernhauer Bürger mit vielen Gästen das Fest "100 Jahre Stadtrecht". Einige Wochen später erlebte die Stadt eine Hochwasser-Katastrophe.

Nach stundenlangem starken Regen traten in den Morgenstunden des Montag, den 12. August 2002, die Flöha und die Nebenflüsse über die Ufer. Es war unmöglich irgendwelche Sicherungsmaßnahmen durchzuführen, da die flussnahen Bereiche unglaublich schnell unter Wasser standen. In der Stadt brachen die Telefonleitungen zusammen und damit war das Festnetz lahmgelegt. In den Abendstunden hörte es auf zu regnen.

Doch in den Nachtstunden zum Dienstag, dem 13. August 2002, erhöhte sich der Wasserspiegel weiter. Die Wassermassen schossen mit großer Geschwindigkeit durch den Ort. Die Häuser waren wie Inseln vom Wasser umschlossen. In der "Inneren Grünthaler Straße" wurde ein Wasserstand von teilweise über 2 Meter erreicht. Der Steg am Mühlgäßchen wurde aus der Verankerung gerissen. Auf der Grünthaler Straße wurde ein Wohnhaus zerstört. In der Höhe des Blechwalzwerkes wurde die Grünthaler Straße fast bis zur Straßenmitte zerstört und weg gespült.

Eine sehr große Welle von Hilfe und Unterstützung setzte ein. Hilfe kam aus der gesamten Bundesrepublik und darüber hinaus. Die sächsische Landesregierung erließ eine Order zur schnellen und unbürokratischen Hilfe der Betroffenen.

  • Der ermittelte öffentliche Schaden für Olbernhau belief sich auf 11 Millionen Euro, einschließlich des privaten Bereiches 15 Millionen Euro.
  • für Gewässer 4,7 Millionen Euro
  • für Straßen 2,9 Millionen Euro.
  • für städtische Gebäude 2,7 Millionen Euro
  • für Brücken 450.000 Euro
  • kommunale Wohngebäude 315.000 Euro.