Dritte Bewerbungsrunde für Förderpreis „Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří“ läuft

Die Montanregion noch bekannter zu machen und weiter zu beleben und fördern, dafür lobt die Silberstadt Freiberg alljährlich einen Preis aus: den Förderpreis Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří. Noch bis Ende dieses Jahres läuft die bereits dritte Bewerbungsrunde.

Der überregionale Preis, der mit 5.000 Euro dotiert ist, soll dazu beitragen, Ideen und Projekte zu verwirklichen, „die unsere einzigartige Bergbau- und Hüttenlandschaft mit all ihren Errungenschaften in mannigfaltiger Art und Weise erleben und begreifen lassen“, wirbt Freibergs Oberbürgermeister Sven Krüger für Bewerbungen. „Denn unsere Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří trägt seit nunmehr drei Jahren den UNESCO-Welterbe-Titel. Das ist uns nicht nur Ehre, sondern vor allem Verpflichtung.“ Denn mit der Aufnahme in die Liste der UNESCO-Welterbestätten sei auch der Auftrag ergangen, Kultur und Tradition zu bewahren. „Diesen Auftrag mit Leben zu erfüllen, dazu soll der Förderpreis beitragen.“

Dass dieser Auftrag nicht an der Stadtgrenze endet, liegt für OB Krüger dabei klar auf der Hand. Deshalb wird der Förderpreis „nicht nur für unsere Silberstadt ausgeschrieben, sondern für die gesamte Welterbe-Region.“
Und in der Tat: Es gab unter den bislang prämierten vier Projektes noch kein Freiberg-spezifisches. Zur Premiere hatten unter 16 eingereichten Vorschlägen die Kleinen Forscher an der TU Bergakademie mit ihrer Idee eines Welterbespiels, wie auch Dr. Dieter Mucke aus Großschirma mit seinem Vorhaben, die Kurprinzer Bergwerkskanäle für Touristen zugänglich zu machen, die Jury überzeugt. In diesem Jahr waren es Holzbildhauer Lars Neubert aus Schneeberg mit der Idee eines "Unter Tage-Escape-Room“ und der Verein IV. Lichtloch des Rothschönberger Stollns e.V. mit seinem Vorhaben einer Radroute "Tour´d Lichtloch RSSt - die Dimensionen des Rothschönberger Stollns erfahren".

Die Geehrten verpflichten sich mit Annahme des Preises, bis Ende des Folgejahres nach der Auszeichnung das Projekt zu verwirklichen und dem Kuratorium vorzustellen. So müssen bis Ende dieses Jahres die Preisträger 2021 ihre Projekte abgeschlossen haben.

Der Förderpreis Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří ist der einzige Preis der Stadt, der überregional vergeben werden kann. Erhalten können ihn Einzelpersonen oder eine Gruppe, deren Mitglieder gemeinsam an einem Projekt arbeiten. Die bis jeweils 31. Dezember jedes Jahres eingereichten Vorschläge dürfen noch nicht prämiert oder durch eine andere Institution gefördert sein.

Über die Vergabe entscheidet das Kuratorium. Ihm gehören neben der Stadt Freiberg auch die Stadtwerke AG, die TU Bergakademie, der Silberstadt e.V und die VR-Bank Mittelsachsen eG an. Sie stellen gemeinsam auch das Preisgeld. Außerdem konnte fürs Kuratorium der Verein „Welterbe Montanregion Erzgebirge“ gewonnen werden.

Der Förderpreis Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří ist einer von fünf Preisen, die die Stadt Freiberg jährlich vergibt. Er ist jedoch der einzige, der über die Stadtgrenzen hinaus verliehen wird. Vergeben werden kann er auch für Projekte in Tschechien, die zur Montagregion gehören.

Bewerbungen für den Förderpreis „Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří“ 2023 sind bis 31. Dezember 2022 zu richten an:

Stadtverwaltung Freiberg
Amt für Kultur-Stadt-Marketing
Schloßplatz 6
09599 Freiberg
welterbe@freiberg.de
Mehr Infos: www.Freiberg.de/welterbe

Verliehen an:

  • 2021 Kleine Forscher, lokales Netzwerk an der TU Bergakademie Freiberg, für ihr Projekt des Welterbespiels „Unterwegs in der Montanregion Erzgebirge“, mit dem die Montanregion Erzgebirge sowie dessen Historie und Kultur spielerisch erkundet werden kann.
  • 2021 Dr. Dieter Mucke aus Großschirma für sein Projekt „Kurprinzer Bergwerkskanäle“, das u.a vorsieht, die Anlage für Touristen zu öffnen. Es wird beabsichtigt, Bootsfahrten auf einem Teil der Kanäle zu ermöglichen sowie Einfahrten ins Kahnhebewerk.
  • 2022 Holzbildhauer Lars Neubert aus Schneeberg für seine Idee eines "Unter Tage-Escape-Room“
  • 2022 Verein IV. Lichtloch des Rothschönberger Stollns e.V. aus Reinsberg mit seinem Vorhaben einer Radroute "Tour´d Lichtloch RSSt - die Dimensionen des Rothschönberger Stollns erfahren".