Die Saigerhütte wurde 1537 von dem Annaberger Bergmeister Hans Leonhard gegründet. 1550 erwarb der Annaberger Bergherr Christoph Uthmann den Hüttenbetrieb. Nach seinem Tod wurde seine Frau Barbara mit ihren Kindern Besitzerin.

Das Werk ging 1567 in kurfürstlich-sächsischen Besitz über und entwickelte sich zu einer der bedeutendsten so genannten sächsischen Bergfabriken.  Das Silber war als Münzmetall sehr begehrt und hatte einen erheblichen Anteil am Reichtum des Sachsenlandes. Zeitweise kamen von hier mehr als zehn Prozent des gesamten Silberaufkommens in Sachsen. Die Saigerhütte war gleichzeitig Zentrum der Kupferverarbeitung in Sachsen. Das produzierte Garkupfer wurde in den vier eigenen Hammerwerken mit 15 Hämmern zu Blechen, Kesseln und Stangen bearbeitet. Das erste Walzwerk arbeitete ab 1847.

Besonders begehrt war das qualitativ hochwertige Grünthaler Dachkupfer, das sich bereits nach kurzer Zeit mit der unverwechselbaren grünen Patina überzog. Über 400 Gebäude in Europa wurden damit verziert.

Die Saigerhütte Grünthal stellte 1853 das Saigern ein. 1873 entstanden die "Sächsischen Kupfer- und Messingwerke F. A. Lange", 1931 die  "F. A. Lange Metallwerke AG".

Nach dem 2. Weltkrieg wurde das Werk als volkseigenes Blechwalzwerk in Betrieb genommen, das ab 1947 warm gewalzte Stahlbleche produzierte. Der Kupferhammer wurde von 1958-1961 zum Technischen Museum ausgebaut. Nach der Liquidierung des Blechwalzwerkes 1991 begann der Ausbau des gesamten Denkmalkomplexes zur musealen und touristischen Nutzung.