Die sächsische Staatsregierung will mit Förderprogramm »Revolution und Demokratie« Projekte unterstützen, die sich mit den deutschen Revolutionen und den auf sie folgenden politischen Systemwechseln auseinandersetzen und diese Erfahrungen für die Zukunft unserer Demokratie fruchtbar machen.

Das Förderprogramm möchte auch lokale und regionale Ereignisse und Entwicklungen in das Blickfeld rücken, die bislang kaum größere Aufmerksamkeit bekommen haben. Mit den geförderten Projekten sollen nicht nur die Menschen angesprochen werden, welche den Übergangsprozess selbst erlebt und mitgestaltet haben, sondern insbesondere auch nachfolgende Generationen oder diejenigen, die diesem Thema bisher fernstehen.

Wer wird gefördert?

Zuwendungsempfänger des Programmes können sein:

  • kommunale Gebietskörperschaften, auch ihre Eigenbetriebe;
  • juristische Personen des Privatrechts, insbesondere eingetragene Vereine, ausgenommen Parteien und Wählervereinigungen;
  • natürliche Personen;
  • Religionsgemeinschaften mit dem staatlich anerkannten Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts, insbesondere Kirchengemeinden

Welche Projekte werden gefördert?

Förderfähig sind insbesondere Projekte, die:

  • die Folgen der Revolution für den Aufbau eines neuen politischen Systems und der Demokratisierung der Gesellschaft deutlich machen,
  • die Selbstermächtigung der Bürger während der Revolution und danach als Vermächtnis für die politische Beteiligung heute in Erinnerung rufen,
  • die Entwicklung des Freistaates seit seiner Ausrufung im Jahr 1918 und seiner Wiedergründung im Jahr 1990 erfahrbar machen und dabei auch vergleichende Perspektiven einnehmen,
  • Zusammenhänge zu den ostmitteleuropäischen Nachbarstaaten und den westdeutschen Ländern aufzeigen und die länderübergreifende Zusammenarbeit darstellen und stärken.

Wie funktioniert das Verfahren?

Bewilligungsstelle ist die Sächsische Aufbaubank (SAB). Anträge für eine Projektförderung können für das Jahr 2019 bis zu den Stichtagen 28. Februar und 31. Mai 2019 und für das Jahr 2020 bis zu den Stichtagen 31. Oktober 2019 und 28. Februar 2020 bei der SAB eingereicht werden. Über Anträge, die nach dieser Frist eingehen, wird bei besonderem Landesinteresse im Rahmen der für diese Richtlinie verfügbaren Haushaltsmittel entschieden. Die Bewilligungsstelle ist berechtigt, weitere Unterlagen anzufordern. Sollte ein Projekt als nicht förderfähig eingestuft werden, so kann es nach der nächsten Antragsfrist erneut in das Auswahlverfahren kommen. Dies muss auf dem Antrag angekreuzt werden.

Wo erhalte ich die Antragsunterlagen?

Die Antragsunterlagen finden Sie auf der Homepage der Sächsischen Aufbaubank.