Die Vorbereitungsarbeiten zur Erweiterung der Oberschule Olbernhau um einen Turnhallenanbau sowie Fachkabinette verlaufen planmäßig. Nachdem im vergangenen Jahr die Grundsatzentscheidung zur Erweiterung der Oberschule getroffen war, mussten insbesondere die Finanzierung der Baumaßnahme geklärt sowie die Planungen begonnen werden.

Zur Finanzierung wurden in den Haushaltplan der Stadt Olbernhau für 2017 Eigenmittel in Höhe von knapp 600.000,00 Euro eingestellt. Zusätzlich wurden Fördermittel aus dem Programm Stadtumbau Ost, Programmteil Aufwertung in Höhe von 1,15 Mio. Euro eingeplant. Da die Oberschule bislang nicht im Fördergebiet für den Stadtumbau Ost lag, war zunächst eine Erweiterung des Fördergebietes erforderlich. Diese Erweiterung wurde im November 2016 beantragt und mit Schreiben vom 28. März 2017 genehmigt. Gleichzeitig erfolgte die Förderrechtliche Zustimmung zu der geplanten Baumaßnahme, so dass die Finanzierung nunmehr gesichert ist.

Die Planungen wurden mit Stadtratsbeschluss vom 06.10.2016 begonnen. Gegenwärtig liegen die Unterlagen zur Baugenehmigung beim Landratsamt. Die Baugenehmigung vorausgesetzt, sollen die Bauarbeiten im III. Quartal 2017 beginnen und bis Ende 2018 abgeschlossen werden.

Der geplante Anbau verfügt über eine Turnhalle mit 437 m² Grundfläche, einen Kraftsportraum mit 49 m² Fläche, einen Geräteraum sowie die entsprechenden Umkleide- und Sanitärräume. In den Obergeschossen des Anbaus befinden sich eine Schülerküche inkl. Vorbereitungsraum, ein Probenraum, zwei Technikkabinette, ein Nähkabinett, die jeweiligen Vorbereitungsräume, ein Maschinenraum und ein Raum für den theoretischen Unterricht. Insgesamt beträgt die nutzbare Nettogrundfläche des Anbaus 1.504 m².

Damit der Anbau gegenüber dem denkmalgeschützten Hauptgebäude optisch untergeordnet erscheint und um die unterschiedlichen Raumhöhen zwischen Turnhalle und Unterrichtsräumen auszugleichen, liegt das Fußbodenniveau der Turnhalle ca. 1,5 m unter dem Schulhofniveau.

Hintergrund:

Die Oberschule Olbernhau ist eine der größten Oberschulen im Freistaat Sachsen. Aktuell besuchen 504 Schüler in 21 Klassen die Oberschule (Stand 31.12.2016). Im Jahr 2011 waren dies nur ca. 390. Aufgrund der Schulgröße ist es möglich, eine große Anzahl an schulischen und Freizeitangeboten vorzuhalten. Zum Beispiel bietet die Schule flächendeckend eine zweite Fremdsprache an. In den Neigungskursen der Klassen 7 – 9 können die Schüler aus vier bis sechs Angeboten wählen. Die Schule bietet darüber hinaus 20 Ganztagesangebote. An der Schule unterrichten 36 Lehrer und 2 Schulsozialarbeiter.

Der Unterricht erfolgt in durchgehend sanierten Räumlichkeiten. Lediglich die Sanitäranlagen befinden sich noch im Stand der letzten Modernisierung aus Mitte der 1990-er Jahre. Deshalb werden die Sanitäranlagen der Schüler in den Sommerferien dieses Jahres modernisiert. Integration und Inklusion sind ein großes Anliegen der Oberschule und werden seit Jahren erfolgreich praktiziert. Speziell hörgeschädigte Kinder werden in der Oberschule unterrichtet. Dazu wurden in den vergangenen Jahren sämtliche Unterrichtsräume bis zur Qualität des sogenannten „barrierefreien Hörens“ akustisch ertüchtigt.

 

Historischer Spatenstich am 08.09.2017

Im Bei­sein der Schü­ler, Lehr­kräf­te sowie zahl­rei­cher Stadt­rä­te und Ver­tre­ter betei­lig­ter Bau­ge­wer­ke voll­zog Olbern­haus Bür­ger­meis­ter, Heinz-Peter Hau­stein, in der zurück­lie­gen­den Woche den 1. Spa­ten­stich für den Anbau einer Turn­hal­le mit Fach­ka­bi­net­ten an die Ober­schu­le Olbern­hau. „Das rund 2 Mio Euro teu­re Vor­ha­ben stellt eine Inves­ti­ti­on in die Zukunft dar“, führ­te Hau­stein ein­lei­tend aus und brach­te fer­ner sei­ne Freu­de zum Aus­druck, dass es inner­halb eines kur­zen Zeit­rau­mes gelun­gen sei, alle Vor­be­rei­tun­gen zu tref­fen, damit das Vor­ha­ben in Angriff genom­men wer­den kön­ne.

Als einen his­to­ri­schen Moment sowie einen Tag der Freu­de für die gesam­te Schüler- und Leh­rer­schaft bewer­te­te Schul­lei­ter Uwe Klaf­fen­bach das Ereig­nis. Aktu­ell besu­chen 500 Schü­ler in 20 Klas­sen die Lehr­an­stalt am Gessing­platz. „Durch den Anbau ver­bes­sern sich die Rah­men­be­din­gun­gen für alle Nut­zer der Schu­le, die seit nun­mehr 120 Jah­ren besteht und noch nie über eine Turn­hal­le ver­füg­te“, führ­te Uwe Klaf­fen­bach wei­ter aus.

„Geplant ist, dass der Roh­bau des 2-geschossigen Anbaus im Febru­ar 2018 abge­schlos­sen wird und die neu­en Räum­lich­kei­ten mit einer Gesamt­nutz­flä­che von 1500 Qua­drat­me­tern spä­tes­tens nach den Win­ter­fe­ri­en 2019 voll­stän­dig in Betrieb genom­men wer­den kön­nen“, ergänz­te Bau­amts­lei­ter Ste­fan Procksch.