Allgemeinverfügung zur Erfassung- und Bekämpfung von holz- und rindenbrütenden Schaderregern (Nadelholzborkenkäfer) im Privat- und Körperschaftswald im Erzgebirgskreis

Das Landratsamt Erzgebirgskreis hat am 29. März 2019 eine Allgemeinverfügung zur Erfassung- und Bekämpfung von holz- und rindenbrütenden Schaderregern (Nadelholzborkenkäfer) im Privat- und Körperschaftswald erlassen. Die Bekanntmachung erfolgte im Amtsblatt des Erzgebirgskreises, Ausgabe 15/2019. Diese Anordnung tritt am Tag ihrer Bekanntmachung im Amtsblatt des Erzgebirgskreises in Kraft und gilt bis 31.12.2021.

In den vergangenen Monaten ist es zu einer Zuspitzung der Waldschutzsituation gekommen.

Die schweren Sturmereignisse in den Jahren 2017/18 und zu Beginn des Jahres 2019 haben in den Wäldern des Erzgebirgskreises viele angeschobene, gebogene, geworfene und (an-)gebrochene Bäume hinterlassen. Davon betroffen sind alle Lagen. Dazu kommt der trockene und sehr warme Witterungsverlauf im Jahr 2018. Die Vitalität der Wälder im gesamten Landkreis ist teilweise erheblich geschwächt, da bei an- oder abgebrochenen Bäumen die Wasser- und damit auch die Nährstoffversorgung des Baumes oftmals dauerhaft unterbrochen sind. Auch stark gebogene Bäume regenerieren sich meistens nicht mehr. Selbst augenscheinlich unbeschädigte Bäume können Abrisse im feinadrigen Wurzelsystem aufweisen. Die Stabilität bzw. die Wasserversorgung kann hierbei extrem gestört sein.

Die so geschwächten Nadelbäume stellen eine sehr gute Aufenthalts- und Vermehrungsgrundlage für die holz- und rindenbrütenden Schaderreger dar. Zu diesen zählt insbesondere der Buchdrucker (Ips typographus) und der Kupferstecher (Pityogenes chalcographus).