Als Reaktion auf die sich in den letzten Jahren vollzogene und weiter prognostizierte demografische Entwicklung sowie den generellen Umstrukturierungsprozess seit 1990, sind in vielen Städten und Gemeinden Stadtumbaumaßnahmen erforderlich. Ziel ist es, Gebiete, die von erheblichen städtebaulichen Funktionsverlusten betroffen oder bedroht sind, durch besondere Förderung zu stabilisieren. Es sollen städtebauliche Strukturen geschaffen werden, die den heutigen und künftigen Bedürfnissen entsprechen. Im Rahmen des verantwortungsvollen Umgangs mit Ressourcen und zur allgemeinen Kostenstabilisierung ist es erforderlich, die Entwicklung und Funktion zentraler Bereiche der Stadt zu stärken sowie einen von der Bevölkerung akzeptierten Veränderungsprozess voranzutreiben.

Der Stadtumbauprozess gestaltet sich in der Stadt Olbernhau durch die Lage und historische Entstehung insgesamt schwierig. Die baulichen Strukturen der Stadt entwickelten sich als Bandstruktur im Flöhatal. Sie wird durch die Bebauung in den Seitentälern und nicht zuletzt durch die Bebauung der ehemals selbständigen und zwischen 1950 und 1994 sowie 2017 angeschlossenen Gemeinden ergänzt.

Auf der Basis einer Analyse aller stadtentwicklungsrelevanten Belange formulierte das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept für die Gesamtstadt (InSEK) die Ziel-stellungen für die Stadtentwicklung der Stadt Olbernhau bis zum Jahr 2030.

Im Sinne einer umfassenden Beteiligung haben nunmehr alle Bürger der Stadt Olbernhau die Möglichkeit, diese Entwürfe auf der Internetseite der Stadt Olbernhau bis zum 15.12.2019 einzusehen und dazu Anregungen und Hinweise zu geben oder Fragen zu stellen.