Auf der Basis einer Analyse aller stadtentwicklungsrelevanten Belange formulierte das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept für die Gesamtstadt (InSEK) die Zielstellungen für die Stadtentwicklung der Stadt Olbernhau bis zum Jahr 2030. Der aktuelle Entwurf des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (InSEK 2019) knüpft an die Entwicklungsleitbilder des SEKO 2007 an. Dabei stellt es als wichtigste Entwicklungsleitbilder die rückläufige demografische Entwicklung mit einem Rückbaubedarf beim Wohnraum dem Ziel des Erhalts und der Stärkung des urbanen Stadtkerns gegenüber. Es schlägt daher als Hauptaufgaben für den Stadtkern eine weitere Sanierung, Entkernung, Brachenbeseitigung bzw. Umnutzung vor, genauso wie die Entschärfung der Parkplatzsituation, Grüngestaltung und Grünvernetzung.

Die vorliegende Fortschreibung des Stadtentwicklungskonzeptes (SEKo-SU) „Stadtzentrum“ hat wie schon sein Vorgänger 2012 und dessen Fortschreibung aus dem Jahr 2017 die Aufgabe, die städtebaulichen und funktionellen Missstände des innerstädtischen Gebietes zu dokumentieren und mit einem Maßnahmenkonzept deren Behebung vorzubereiten. Die einheitliche Vorbereitung sowie das planmäßige und aufeinander abgestimmte Vorgehen haben das Ziel, die zentralen Stadtbereiche so zu unterstützen, dass das Gebiet auch weiterhin seine für die Gesamtstadt und das weitere Umland strukturell äußerst wichtige Vernetzungs- und Versorgungsfunktion erfüllen kann, besonders auch im Hinblick auf seine Funktion als Grundzentrum für die umliegenden Städte und Gemeinden im oberen Erzgebirge. Die nachhaltige Stabilisierung des zentralen Bezugs- und Vermittlungsbereiches zwischen den Stadtteilen stimmt wiederum mit den Zielaussagen des InSEK überein.

Im Sinne einer umfassenden Beteiligung haben nunmehr alle Bürger der Stadt Olbernhau die Möglichkeit, diese Entwürfe auf der Internetseite der Stadt Olbernhau bis zum 15.12.2019 einzusehen und dazu Anregungen und Hinweise zu geben oder Fragen zu stellen.