Engagierte Jugendliche, die sich ehrenamtlich für unseren Sportverein einsetzen und mit viel Herzblut und Enthusiasmus das wöchentliche Kindertraining unterstützen, auf die kann der Olbernhauer Tennisclub e.V. (OTC) bereits zählen. Ihnen auch das nötige Rüstzeug an die Hand zu geben, um ein qualitativ hochwertiges Tennistraining für unsere jüngsten Mitglieder durchzuführen, das war Ziel einer Fortbildung für Trainerassistenten, die am 20./21.11.2021 im Sportpark Leipzig stattfand. Der vom Sächsischen Tennisverband angebotene Lehrgang zum Tennisassistenten als Vorstufe zur C-Trainer-Ausbildung kam aufgrund des erforderlichen Mindestalters (Vollendung des 16. Lebensjahres) für unsere Schülermentoren noch nicht in Frage. Mit der Tennisschule und Akademie Mitteldeutschland fanden wir aber einen Partner, der die Ideen des Vereinsvorstands optimal in ein spezifisch auf unsere Bedürfnisse ausgerichtetes Fortbildungsprogramm umsetzte. Die finanzielle Unterstützung des Projekts übernahm die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt aus dem Förderprogramm „ZukunftsMUT“ ohne deren Zuwendung der Verein die Idee nicht hätte verwirklichen können und der unser herzlicher Dank gilt.

Das Lehrgangsprogramm war mit 12 Ausbildungsstunden ambitioniert und so wurden unsere drei jungen Vereinsmitglieder Jette Zänker (13), Stella Wiener (15) und Oliver Wappler (14) sowie ihre erwachsenen Begleiter bereits um 9 Uhr von Kerstin Teichert und Mareike Steinbach in Empfang genommen. Im ersten Teil wurden insbesondere die sportlichen Leistungsfaktoren im Tennis sowie die Möglichkeiten eines Trainers besprochen, über diese Faktoren zielgerichtet zu steuern und zu korrigieren. Am Nachmittag widmeten wir uns der korrekten Erwärmung und erarbeiteten uns Basiswissen über die Schlagarten und -techniken. Den Tag ließen wir bei einem Abendessen im Leipziger Zentrum ausklingen. Das gemeinsame Beisammensein nutzten wir noch, um unsere Tennis-Hausaufgabe im Team zu bearbeiten. Der zweite Tag begann mit einem Gruppengespräch zu Fragen der Trainerpersönlichkeit, dem Grundsatz Führung durch Vorbild, der Kommunikation mit Kindern und deren Eltern und den wichtigsten Motivationsmöglichkeiten. Im praktischen Teil übten wir das Zuspielen und Zuwerfen als wichtiges Handwerkszeug eines Tennistrainers und besprachen den Aufbau einer Übungsstunde. Am Nachmittag stand das Koordinationstraining auf dem Programm. Wir lernten die sieben koordinativen Fähigkeiten sowie Möglichkeiten, diese im Tennis zu trainieren, kennen. Erläuterungen zum „Play&Stay“-Konzept für das Training mit Kindern verschiedener Alters- und Leistungsstufen, Übungen an der Tenniswand und die Vorstellung zahlreicher Spiele und Übungen, die wir natürlich mit viel Spaß und Begeisterung selbst ausprobierten, bildeten den Abschluss des Lehrgangsprogramms. Bepackt mit vielen neuen Ideen und Kenntnissen und durchaus auch geschafft von diesem informativen und bewegungsreichen Wochenende, traten wir die Heimreise an.