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ist ein einzigartiges technik- und architekturhistorisches Zeugnis des
Hüttenwesens der Buntmetallurgie in Europa. Der Hüttenbetrieb wurde 1537 von dem Annaberger
Bergmeister Hans Leonhard gegründet. Das Saigerverfahren war ein zur damaligen Zeit
revolutionäres Schmelzverfahren zur Gewinnung von Silber aus silberhaltigem Schwarzkupfer. Der
Begründer der Montanwissenschaft, Georgius Agricola, stellte 1555 in seinem Buch „De re
metallica" die bis dahin streng geheim gehaltene Kunst des Saigerns dar.
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Eingangstor zum europaweit einzigartigen Denkmalkomplex der Buntmetallurgiegeschichte
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Das Werk ging 1567 in staatlich-sächsischen Besitz über und wurde zu einer der bedeutendsten so genannten sächsischen Bergfabriken.
Das Silber war als Münzmetall sehr begehrt und hatte einen erheblichen Anteil am Reichtum des Sachsenlandes.
Das in der Saigerhütte produzierte Garkupfer wurde in den vier eigenen Hammerwerken mit 15 Hämmern zu Blechen, Kesseln und Stangen bearbeitet. Das erste Walzwerk arbeitete ab 1847.
Besonders begehrt war das qualitativ hochwertige Grünthaler Dachkupfer, das sich bereits nach kurzer Zeit mit der
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unverwechselbaren grünen Patina überzog. Über 400 Gebäude in Europa sind damit gedeckt worden.
Die Saigerhütte Grünthal stellte 1853 das Saigern ein. 1873 entstanden die "Sächsischen Kupfer- und Messingwerke F. A. Lange", 1931 die "F. A. Lange Metallwerke AG". Nach dem 2. Weltkrieg wurde das Werk als volkseigenes Blechwalzwerk in Betrieb genommen. Der Althammer wurde zum Technischen Museum ausgebaut.
Nach der Liquidierung des Blechwalzwerkes 1991 begann der Ausbau des Denkmalkomplexes zur musealen und touristischen Nutzung. |