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Ihnen, soweit es unsere derzeitigen Kenntnisse
gestatten, von der Besiedlungsgeschichte unserer Umgebung. Beweis dafür sind u.a. zufällige Scherbenfunde und
Reste von Waldglashütten. Wir geben einen Überblick über Berufe und Gewerke, die sich auf Grund natürlicher
Bedingungen im Tal der Flöha
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sesshaft machten, wie Köhlerei und Flößerei.
Eine Bauernstube um 1800 vermittelt einen Einblick in die Lebensweise und das Brauchtum hier ansässiger
Menschen.
Bereits in der Holzordnung des Kurfürsten August von 1560 lesen wir
"... von allerlei Handwerckleuth, auf welche Holz zu Kandeln, schüsseln, teller, schöffel, truhen,
schauffeln, brechen, rollen, siebe, wasserkannen und dergleichen hölzern gefäß machen ..."
Das dürfte der Beleg für den Beginn einer gewerblichen Holznutzung, Be- und Verarbeitung gewesen sein.
Um 1700 betrieben bereits zwei Olbernhauer Familien Zinngießerei. Nun können Sie sich an der Vielfalt schönen
Zinngeschirrs erfreuen. |
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Besondere Bedeutung erlangte die Olbernhauer Gewehrmanufaktur, die über 150 Jahre lang als
Hauptlieferant und Waffenschmiede der sächsischen Armee galt. 1857 ging sie in Konkurs, weil sich die
Zunftmeister weigerten, auf industrielle Großproduktion umzusteigen. Eine Jagdflinte und ein Schützengewehr
mit Olbernhauer Meisterzeichen können wir unseren Besuchern in einer Wandvitrine zeigen.
Nach dem Niedergang der Gewehrmanufaktur entwickelte sich verstärkt das Spielzeugverlagswesen in Olbernhau,
das neben Grün hainichen zum Zentrum des Handels mit Holz- und Spielwaren wurde. Unter anderem sehen Sie ein handgezeichnetes und -koloriertes Musterbuch des Olbernhauer Verlegers Grundmann. In unserem "Kunstgang" dokumentieren wir die Entwicklung des Olbernhauer Stadtwappens.
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Wir ehren das Andenken
an den großen Sohn der Stadt Olbernhau, Deutschlands Meister der Musikwissenschaft, Herrmann Kretzschmar (1848
- 1924). Eine Reihe hervorragender, ortsbezogener Bilder, Aquarelle und Ölgemälde stellen den Maler Max
Krause-Kiederling vor, der 1892 in Graudenz geboren, durch Kriegswirren nach Olbernhau umgesiedelt wurde und
hier im Jahre 1962 verstarb. |
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Das Herz des Museums ist der Volkskunstsaal.
Dieser Raum erregt in hohem Maße die
Bewunderung der Besucher aus nah und fern.  Die 3,20 m hohe Pyramide mit ihren geschnitzten Figuren, die
Schwibbögen an den Fenstern oder das Ulmer Münster, eine Laubsägenarbeit aus 3000 Einzelteilen, in 12-jähriger
Arbeit gefertigt, fallen den Besucher sofort ins Auge. Die Fülle kleiner, meisterlicher Schnitzarbeiten,
ausschließlich Feierabend-kunst, erschließt sich dem Besucher erst bei näherer, intensiver Betrachtung.
Alle diese Arbeiten sind Zeugnis der tiefen Heimatliebe und -verbundenheit ihrer Schöpfer.
Im Dachgeschoss können sich die großen und kleinen Besucher des Museums an mechanischen Bergen erfreuen. |
Erzgebirgslandschaft im Sommer und Winter, betriebsfähige Bergwerke und ein Rummelplatz mit Achterbahn,
Riesenrad, Reitschule und Buden können durch Kopfdruck in Bewegung gesetzt werden.
Die Natur- kunde- abteilung befindet sich im Erd- geschoss, in einem Raum mit schönem Kreuzgewölbe und wohlgeformten
Säulen. Hier werden ökologische Zusammenhänge und Biotope lebensnah und anschaulich für unsere Besucher
dargestellt.
Der Stadtrat beschloss am 01.05.2004 die Umbenennung in "Museum Olbernhau".
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